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nachgeahmt, gefälscht |
поддельный, фальшивый |
im Vorjahr, im vorigen Jahr |
в прошлом году |
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aus dem Verkehr ziehen, sicher- |
изъять из обращения, |
конфисковать |
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stellen |
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die Währung, die Valuta, Devisen |
валюта |
die Note, das Stück, der Schein |
банковская бумага |
die „Blüten", die Fälschungen |
поддельные (фальшивые) деньги |
Übung 2. Lesen und übersetzen Sie folgende Vokabeln.
falsch, fälschen, der Fälscher, die Fälscherbande, der Geldfälscher, die Fälschung, die Geldfälschung, die EuroFälschung, das Falschgeld, die gefälschten Scheine, die Falschgelddruckerei.
Übung 3. Finden Sie im Text Internationalismen.
Übung 4. Finden und übersetzen Sie Zusammensetzungen im Text.
Text
I.Im Vorjahr wurden in Österreich fast 50 Prozent mehr falsche Euroscheine aus dem Verkehr gezogen. In Deutschland ist die
Entwicklung noch dramatischer. Der Euro ist nicht nur für die Bürger mittlerweile alltäglich, auch die Geldfälscher haben sich voll auf die neue Währung umgestellt. Wurden in Österreich 2002 - im Jahr nach dem Bargeldtausch - erst 5 068 „Blüten" aus dem Verkehr gezogen, waren es im Vorjahr bereits 7 467 Stück.
II.Den durch Euro-Fälschungen entstandenen Schaden beziffert die Österreichische Nationalbank mit rund 600 000 Euro. Rund 12 500 nachgemachte Scheine wurden von der Polizei abgefangen, bevor sie in den Umlauf gelangten. Damit richtete nur jede dritte Fälschung
Schaden an.
III.Der „falsche Fünfziger" ist nicht nur eine Redensart: 52 Prozent der gefälschten Scheine sind 50-Euro-Noten. Am seltensten werden die
„Fünfer" nachgemacht. Unter die Leute gebracht wird das Falschgeld
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vor allem im Großraum Wien. Allein auf die Bundeshauptstadt entfielen im Vorjahr 45 Prozent der Fälschungen.
IV. Die Fälscherbanden, die teilweise auch im Drogengeschäft agieren, sitzen vor allem in osteuropäischen Ländern wie Bulgarien, Rumänien, Ex-Jugoslawien sowie Litauen. Allein in Bulgarien, das immer mehr zum Europa-Falschgeld- Zentrum wird, legte die Polizei im Vorjahr 14 Falschgelddruckereien still.
V.In der gesamten Euro-Zone stieg das Aufkommen an Falschgeld im
Vorjahr noch weit stärker als in Österreich, nämlich von rund 167 000 auf gut eine halbe Million Scheine. Besonders dramatisch war die Entwicklung in Deutschland, wo 2002 rund 14 000 Blüten aufgegriffen wurden, im Vorjahr aber bereits gut 50 000 Stück. Der Schaden betrug 3,4 Millionen Euro.
die Zeitung.. Die Presse"
Aufgabe 1. Ordnen Sie die Absätze entsprechend dem Inhalt des
Artikels.
1.Die am meisten gefälschten Scheine.
2.Das Aufkommen der „Blüten" in der Euro-Zone.
3.Die von der Polizei festgestellten Fälschungen.
4.Geldfälscher Osteuropas.
5.Der Anstieg der Fälscherei in Österreich.
Aufgabe 2. Beantworten Sie folgende Fragen.
1.Wie groß ist der Anstieg der Fälschungen in Österreich?
2.Wie viel „Blüten" wurden im Vorjahr festgestellt?
3.Wie groß ist der entstandene Schaden?
4.Welche Scheine werden am häufigsten gefälscht?
5.Wo agieren vor allem die Geldfälscher?
6.Wie ist die Lage um Geldfälschung in der Euro-Zone?
Aufgabe 3. Referieren Sie den Artikel.
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Artikel 14
„Rip Deal"
Erläuterungen zum Text
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„Rip Deal" [rip di:l] (англ.) – фальшивая сделка das Inserat – объявление (в газете, журнале) luchsen – навязывать хитростью
Übung 1. Finden Sie in der rechten Spalte entsprechende Synonyme für die links angegebenen Vokabeln.
1. das Geschäft |
1. der Ertrag, das Nutzen |
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2. das Tauschgeld |
4. kommen, ankommen |
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3. nennen |
3. betragen |
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4. gelangen |
4. das Wechselgeld |
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5. vereinbaren |
5. verabreden, abmachen |
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6. der Gewinn |
6. hauptsächlich, meist |
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7. zustimmen |
7. bezeichnen |
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8. ausmachen |
8. Handelsund Gewerbeuntenehmen |
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9. vorwiegend |
9. billigen, einverstanden sein |
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Übung 2. Übersetzen Sie folgende Wörtreihe.
Der Betrug, der Betrüger, der Betrugsfall, das Betrugsopfer, das Betrugsdelikt, die Betrugsform.
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Übung 3. Finden Sie im Text geographische Namen.
Übung 4. Finden Sie im Text Internationalismen.
Übung 5. Finden Sie Zusammensetzungen und übersetzen Sie sie.
Text
I.„Rip Deal" nennen die Kriminalisten diese Betrugsform, abgeleitet
vom Englischen „rip" (ausrauben, ausnehmen, neppen). Bei diesem betrügerischen Devisentauschgeschäft gelangen die Täter über Inserate an die Opfer. Es sind vor allem Anzeigen über den Verkauf von
Immobilien, Fahrzeugen, Pferden, Uhren, Schmuck oder Anzeigen
über die Übernahme der Firmen.
II.Die Täter vereinbaren mit den Opfern ein erstes Treffen im Ausland, vorzugsweise in Norditalien (Mailand,Turin), meist in den luxuriösen Hotels. Beim ersten Gespräch zeigen die Betrüger kein Interesse mehr für das im Inserat erwähnte Objekt. Sie wollen die Opfer mit dem Versprechen auf hohe Gewinne zu einem Geldwechselgeschäft überreden. Manchmal wird ein Probegeschäft mit echtem Geld gemacht, um das Vertrauen der Opfer zu gewinnen.
III.Etwas später schlagen die Betrüger dem Opfer ein weiteres Geschäft vor, mit höheren Summen. Wenn die Opfer dem Geschäft zustimmen, luchsen die Täter ihnen das Geld auf unterschiedliche Art und Weise.
Entweder übergeben sie den „Geschäftspartnern" Falschgeld oder
Papierbündel, die mit einzelnen echten Geldscheinen bedeckt sind, oder sie tauschen den Geldkoffer vor der Weitergabe aus.
IV. Die Täter arbeiten vorwiegend von Italien aus. Sie sind aber hauptsächlich fahrende Händler slawischer Herkunft. Den Opfern stellen sie sich als Italiener vor. Sie arbeiten mit verteilten Rollen.
Komplizen in Österreich stellen den Kontakt mit den Opfern her. Beim ersten Treffen in Italien sind andere zugegen. Wiederum andere bei der
Geldübergabe.
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V.Die Schaden europaweit gehen in Millionenhöhe. In Österreich wird durchschnittlich ein Fall pro Monat angezeigt. Die Schadensummen bewegen sich zwischen 23 000 und 100 000 Euro. Der Leiter des Kommissariats Falschgeld bei der Bundeskriminalpolizei in Bern sagt,
dass die „Rip"-Opfer der Schweizer Polizei im vergangenen Jahr einen Schaden von rund vier Millionen Euro meldeten.
VI.
.. Die Neue Züricher Zeitung"
Aufgabe |
1. Zu welchen Absätzen gehören folgende |
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Schlüsselwortverbindungen?
1.das erste Gespräch - zum Geldwechselgeschäft überreden, ein Probegeschäft - Vertrauen gewinnen;
2.die Rollenverteilung - von Italien aus, fahrende Händler, sich als
Italiener vorstellen, Komplizen in Österreich, andere Personen, wieder andere;
3.Inserate - an die Opfer gelangen;
4.den Schaden zufügen - in Millionenhöhe, ein Fall pro Monat, 23 000-100 000 Euro, 4 Millionen Euro;
5.ein weiteres Geschäft - das Geld luchsen, Falschgeld, Papierbündel übergeben, den Geldkoffer austauschen.
Aufgabe 2. Referieren Sie den Artikel deutsch.
Artikel 15
Im Kampf gegen die Straßenkriminalität
Texterläuterungen