Материал: 228

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Übung 2. Lesen und übersetzen Sie folgende Zusammensetzungen:

die Niederlande, Sterbehilfe, Entstehungesgeschichte, Nationalstaat, Befreiungskampf, Jahrhundert, Welthandel, Weltmonopole, Zufluchtsstätte, multikulturell, Andersdenkende; Kompromiss-, Konsensund Toleranzkultur; Drogenkonsum, Homo-Ehe.

Übung 3. Merken Sie sich folgende Synonyme: homosexuelle Paare - Homo-Ehe

ärztliche Sterbehilfe - Euthanasie Drogen - Rauschgift - Narkotika

Text

Sie schließen homosexuelle Paare, sie regeln die ärztliche Sterbehilfe und sie erlauben es jedem, der es will, die leichten Drogen einzunehmen.

Was ist das für ein Volk, was ist das für eine Gesellschaft? Warum sind die Niederländer so tolerant?

Hier einige Antworten.

Die sprichwörtliche Toleranz der Niederländer ist das Resultat einer mehr als 400-jährigen gesellschaftlichen Entwicklung. Das ist eng mit dem Calvinismus und mit der Entstehungsgeschichte des Nationalstaates Niederlande verbunden. Die Niederlande verdankt ihre Entstehung als unabhängiger europäischer Nationalstaat dem Befreiungskrieg gegen spanische Herrschaft (1568-1648). 1588 wurde die Republik der Verinigten Niederlande ausgerufen.

Die Niderlande sind also eine frühe Nation. Amsterdam wurde im 16. Jahrhundert zum Zentrum des Welthandels, zur Weltmetropole. Die Schiffe aus aller Welt brachten Reichtum aus China, Indonesien, Japan, Afrika, Amerika nach Amsterdam. Mit den Schiffen kamen auch zahlreiche

Zuwanderer aus anderen Ländern, hier fanden sie Zufluchtstätte und Arbeit.

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Schon vor 400 Jahren waren Amsterdam und viele andere holländische Städte multikulturell wie heute. Damals wie heute hieß die Devise der Niederländer: „Leben und leben lassen. Handel treiben und Geld verdienen“. Das kennzeichnende Merkmal dieser Gesellschaft war die gegenseitige Toleranz gegen die Andersdenkenden. So wurde die typisch niederländische Kompromiss-, Konsensund Toleranzkultur geboren.

Komplizierte gesellschaftliche Probleme werden in den Niederlanden immer pragmatisch und nie ideologisch gelöst. Für die Niederländer gilt die Maxime: Wenn wir unsere Probleme nicht lösen, müssen wir sie regeln und mit ihnen leben.

Also regelt man den Drogenkonsum, also regelt man Euthanasie, also regelt man die Homo-Ehe, also regelt man die Prostitution per Gesetz.

„Die Presse“

Aufgabe 1. Geben Sie Antworten auf folgende Fragen.

1.Welche Realien sind für das gesellschaftliche Leben in den Niederlanden kennzeichnend? (drei Punkten).

2.Wann und auf welche Weise erfolgte die Entstehung der Republik der Vereinigten Niederlande? (zwei Sätze).

3.Wie kam es zur Bewusstseinsbildung der toleranten Niederländer? ((die Rolle Amsterdams als Zentrum des Welthandels, das Eintreffen der Schiffe aus verschiedenen Länder, das Eintreffen der Zuwanderer, das Zusammenleben in den Niederlanden, die Devise der Niedeländer).

4.Wie werden die komplizierten gesellschaftlichen Probleme gelöst? (2 Sätze).

Aufgabe 2. Erzählen Sie den Artikel nach.

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Artikel 10

Zur Bewährung in die USA

Übung 1. Lesen Sie folgende Internationalismen und geben Sie ihre Äquivalente im Russischen.

Karte, Campus, Internat, terrorisieren, Programm, normal, Norm, falsch, KriteriumKriterien, sportlich, Verein.

Übung 2. Lesen und übersetzen Sie folgende Zusammensetzungen:

Kinderheim, Jugendrichter, Jugendhilfe, Glen-Mills-Schule, Markenkleidung, Raubüberfall, Untersuchungeshaft, zweijährig, Haftstrafe, einjährig, Bewährungsaufenthalt, Straftäter, Rückkehr, Gemeinschaftsleben, Jugendamt, Flugkarte, Auswahlkriterien, hilfsbereit.

Texterläuterungen

zur Bewährung - на исправление

Jugendhilfe – служба по оказанию помощи несовершеннолетним

Glen-Mills-Schuleназвание специализированной школы для провинившихся несовершеннолетних

Pensilvania - штат в США

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Text

Murat ist 14 Jahre alt. Er hat schon 150 Straftaten begangen. Kein Kinderheim in Deutschland wollte ihn aufnehmen.

Ein Kölner Jugendrichter zeigte der deutschen Jugendhilfe die rote

Karte und schickte Murat zur Bewährung in die USA. Dort bei Philadelfia befindet sich der Campus der Glen-Mills-Schule.

Dieses Internat wird für 1 Jahr die neue Heimat des 14jährigen Murats aus Köln. Er raubte Handys, terrorisierte seine Mitschüler , nahm ihnen Markenkleidung ab und saß zuletzt wegen eines Raubüberfalls 5 Monate in Untersuchungshaft. Nun stand er zum ersten Mal vor Gericht und wurde zu einer zweijährigen Haftstrafe mit Bewährung verurteilt. Der einjährige Bewährungsaufenthalt im Internat für gewalttätige Jugendliche in den USA ist die Folge. Der Verein wählt junge Straftäter, die von Deutschland nach

Pensilvania geflogen werden. 38 Jugendliche wurden vom Verein in das

Programm aufgenommen. Fast alle Jugendlichen fanden nach Rückkehr den Weg in ein normales Leben.

Die Fläche des Internats beträgt etwa 11 ha. Hier gibt es keine Zäune, keine Schlosser und keine Gitter. Aber hier gibt es feste Normen für das Gemeinschaftsleben der Jugendlichen. Dies sind etwa 200 Regeln.

Beispiele: „Wir reden hier nicht, wenn wir in der Schlange stehen. Wir kämpfen hier nicht. Wir geben hier zu, wenn wir etwas falsch gemacht haben. Wir nehmen hier niemandem seine Würde“.

Das Kölner Jugendamt zahlt die Flugkarte und zahlt für Murat 100 Dollar pro Tag. Die 1 000 Schüler von Glen-Mills werden von 350 Mitarbeitern betreut. Die Angestellten wohnen auf dem Gelände. Auswahlkriterien für die Angestellten des Internats: „Sportlich, hilfsbereit, zuverlässig, nicht einzuschüchtern“.

Die Meinung im Kölner Jugendamt: „Wir wären froh, wenn wir so etwas hätten“.

die Zeitschrift „Der Kriminalist“

Aufgabe 1. Beantworten Sie folgende Fragen.

1. Wer ist Murat? Wie alt ist er? Wo wohnt er?

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2.Was hat er angestellt? Warum wurde er zur einer zweijährigen Haftstrafe zur Bewährung verurteilt? Wohin schickte ihn der Jugendrichter?

3.Wo befindet sich die Glen-Mills-Schule? Wie groß ist seine Fläche? Wie lange bleiben dort die Jugendlichen? Wie sind die Regeln für das Gemeinschaftsleben der Jugendlichen?

4.Wer zahlt die Kosten für den Aufenthalt Murats?

5.Wie sind die Voraussetzungen für die Angestellten der Schule?

Aufgabe 2. Erzählen Sie den Artikel nach.

Artikel 11

Schwarzarbeit zwingt Firmen in Illegalität

Texterläuterungen

Zusatzeinnahmen – дополнительные доходы (поступления im gewerblichen Bereich – в производственной сфере

Dumpingpreise - демпинговые цены dpa - die Deutsche Presseagentur

Übung 1. Finden Sie Internationalismen im Text und geben Sie ihre russischen Äquivalente.

Übung 2. Finden Sie Zusammensetzungen im Text und übersetzen

Sie sie ins Russische.