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232 Busklemmen

SSI-Geber-Interface 750-630

Codescheiben mit mehreren Signalspuren. Jede Spur entspricht einem Bit im Zahlenwert fü r die Absolutlage.

Die Bitbreite des Geberwerts ist abhängig von der Geberauflö sung und der Anzahl der Umdrehungen bei Multiturngebern. Die Klemme wertet 24-Bit-Geber aus.

Die Frequenz der Taktsignale ist auf 125 kHz fest eingestellt. Abhängig von der Taktrate werden folgende maximale Leitungslängen empfohlen:

Taktrate

bis 100 kHz

bis 125 kHz

bis 200 kHz

bis 300 kHz

bis 400 kHz

max. Leitungslänge

400 m

300 m

200 m

100 m

50 m

Beachten

Den Aufbau der Prozessdaten dieser Busklemmen entnehmen Sie bitte

dem Kapitel "Aufbau der Prozessdaten fü r MODBUS/TCP" in der Beschreibung zum Prozessabbild des entsprechenden Kopplers/Controllers.

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Busklemmen • 233

Inkremental-Encoder-Interface 750-631

4.7.1.1.2 Inkremental Encoder Interface

750-631

 

13

14

15

16

 

A

A

 

A

 

Funktion

 

C

 

C

C

 

 

Latch

B

 

B

 

B

 

D

 

D

Gate

 

A

A

Ue

Uo

 

 

 

 

 

 

Datenkontakte

A

 

 

 

 

Sensorversorgung

 

 

 

 

0V

A

 

 

+

+

5V

B

B

 

 

 

B

 

 

 

 

24V

 

 

 

 

 

B

 

 

 

 

 

 

C

C

0V

0V

 

C

 

 

 

 

0V

 

 

 

 

 

C

 

 

 

 

 

 

L

G

S

S

 

Latch

 

 

 

 

Schirm

Gate

 

 

 

 

 

 

 

750-631

 

 

Busklemmen und Varianten

Artikelnr.:

Beschreibung

Bezeichnung

750-631

Inkremental-Encoder-Interface

Inkrement. Enc.

 

4-fach Auswertung

 

750-631/000-001

Inkremental-Encoder-Interface

Inkrement. Enc./Single Inter-

 

1-fach Auswertung

pret.

Technische Beschreibung:

Beachten

Die Beschreibung der Eingänge im WAGO Ringordner (Stand 4/96 Blatt 888- 543/020-101) ist nicht richtig.

Diese Beschreibung ist nur fü r Hardund Softwareversion X X X X 2 B 0 1- - - - gü ltig. Diese Seriennummer ist auf der rechten Seite der Klemme aufgedruckt.

Die hier beschriebene Betriebsart ist 4-fach Auswertung von Einfach-

Eingangssignalen.

Diese Funktionsbeschreibung ist vorläufig und bezieht sich auf die voreingestellte Konfiguration. Die Klemme erlaubt vielfältige weitere Betriebsarten, die auf Rü ckfrage von der Firma WAGO einstellbar sind.

Die Inkremental Encoderklemme kann an allen Buskopplern des WAGO-I/O- SYSTEM (mit Ausnahme der Economy Varianten) betrieben werden.

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Inkremental-Encoder-Interface 750-631

Technische Daten:

Artikelnr.:

Geberanschluss

Stromaufnahme (intern)

Geber Betriebsspannung

Zähler

Grenzfrequenz

Quadraturdecoder

Nullimpuls Latch

Befehle

Versorgungsspannung

Stromaufnahme (intern)

Geberversorgung

Bitbreite intern

Konfiguration

Betriebstemperatur

Anschlusstechnik

Abmessungen (mm) B x H x T

Voreinstellung

750-631

750-631/000-001

A, A (inv), B, B (inv), C, C (inv)

25 mA

DC 5 V

16 Bit binär

1 MHz

1-2-4-fach Auswertung

16 Bit

Lesen, Setzen, Aktivieren

DC 24 V (- 15 % / + 20 %)

85 mA typ. ohne Geber

0,1 A (ohne Geber Laststrom)

1 x 32 Bit Daten, 1 x 8 Bit Kontrolle/Status

keine, ü ber Software-Parameter einstellbar

0 °C ... + 55 °C

CAGE CLAMP ; 0,08 mm2 - 2,5 mm2, AWG 28 – 14, 8 – 9 mm Abisolierlänge

24 x 64* x 100 (*ab Oberkante Tragschiene)

4 -fach Auswertung

1 -fach Auswertung

 

 

Aufbau der Einund Ausgangsdaten:

Das Inkrementalgeberinterface erlaubt die Auswertung von Digitalgebern mit zwei um 90° versetzten Spursignalen. Die Signale der Indexspur kö nnen bei Bedarf zusätzlich verarbeitet werden. Die Steuerung kann optional durch zwei 24 V Signale erfolgen.

Inkrementalgeber liefern in der Regel zwei um 90° versetzte Ausgangssignale der Geberspuren. Diese Signale werden mit A und B bezeichnet. Zur besseren Gleichtaktstö runterdrü ckung werden die beiden Signale als Differenzsignale

übertragen. Dabei wird neben dem Signal A auch der invertierte Pegel _A

übertragen. Im Inkrement Encoder Interface wird die Differenz der Eingangssignale gebildet.

Durch Vertauschen von A und _A kehrt sich die Phasenlage von A zu B um. Hierdurch kann die gewü nschte Zählrichtung durch Verdrahten vorgegeben werden.

Ü blicherweise haben Inkremental Encoder zusätzlich zu den zwei Spursignalen noch eine Indexspur. Hierauf befindet sich nur ein Impuls pro Geberumdrehung. Mit diesem Impuls kann die Absolutlage des Gebers innerhalb einer Umdrehung festgestellt werden. Durch entsprechende Initialisierung wird mit dem Indeximpuls der aktuelle Zählerstand in ein Latchregister ü bertragen. Da der

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Busklemmen • 235

Inkremental-Encoder-Interface 750-631

Indeximpuls die Länge eines Striches der Spursignale hat, sollte der Latchvorgang immer mit der gleichen Drehrichtung erfolgen.

Die 5 V Versorgung fü r den Geber kann an den Ausgängen Ue und U0 abgegriffen werden. Diese Versorgungsspannung wird aus 24 V erzeugt, die extern bereitgestellt werden muß. Die Eingänge 0 V und U0 sind intern verbunden.

Die Eingänge Latch und Gate sind fü r 24 V Pegel ausgelegt.

Ein und Ausgänge:

Eingang

Signal A und Signal _A

Signal B und Signal _B

Richtung

Eingang, TTL

Eingang, TTL

Funktion

Spursignal fü r den Kanal A des Gebers

Spursignal fü r den Kanal B des Gebers

Signal C und

Eingang, TTL

Spursignal fü r den Index Kanal des Gebers

Signal _C

 

 

Schirm

Eingang

Abschirmung der Geberleitung

Sensor 0V

Ausgang, Vers.

Masse fü r die Gebersignale und Versorgung

Sensor +5V

Ausgang, Vers.

5V Versorgung fü r den Geber

+24V

Eingang, Vers.

24V Versorgungsspannung fü r den Geber und die

 

 

Auswertung

0V

Eingang, Vers.

Masse fü r die 24V Versorgungsspannung, intern

 

 

mit Sensor U0 gebrü ckt

Gate

Eingang, 24V

24V Eingang fü r das Gatesignal

Latch

Eingang, 24V

24V Eingang fü r das Latchsignal

Der Eingang Gate dient zum Sperren des Zählers. Ein Zählvorgang erfolgt nur, falls der Eingang offen ist oder mit 0 V beschaltet ist. Ein 24 V Pegel unterdrü ckt die Zählvorgänge.

Der Eingang Latch steuert die Ü bernahme des aktuellen Zählerstands in das Latchregister. Dieser Eingang wird ü ber das Steuerbit EN_LATEXT aktiviert („1“). EN_LACT muß deaktiviert („0“) sein. Mit dem ersten Flankenwechsel von 0 V auf 24 V am Eingang Latch nach der Aktivierung wird der aktuelle Zählerstand in das Latchregister ü bernommen. Fü r ein weiteres Abspeichern des Zählerstands muß das Bit EN_LATEXT gelö scht und anschließend gesetzt werden.

Das Steuerbyte enthält folgende Bits:

Bit 7

Bit 6

Bit 5

Bit 4

Bit 3

Bit 2

Bit 1

Bit 0

0

x

CFAST_M

x

x

CNT_SET

EN_LATEXT

EN_LATC

0

x

Betriebsart

x

x

Zähler setzen

Latch Freigabe

Indeximpuls

 

 

 

 

 

 

 

Freigabe

Das Bit 7 muß immer auf 0 gehalten werden! Es dient zu Registerkommunikation, die hier aber nicht beschrieben wird.

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Inkremental-Encoder-Interface 750-631

Bit

CFAST_M

CNT_SET

EN_LATEXT

EN_LACT

Funktion

In der schnellen Betriebsart wird nur die Zählfunktion der Encoderklemme ausgefü hrt, d. h. die folgenden Steuerbits haben keine Funktion.

Der Zähler wird mit einem 0 auf 1-Ü bergang auf den Ladewert gesetzt.

0:Der externe Latcheingang wird deaktiviert.

0 auf 1: Der erste 0V auf 24V Wechsel des Eingangs Latch speichert den

Zählerstand im Latchwert. Weitere Wechsel haben keinen Einfluß.

0:Latchen mit Spursignal C ist deaktiviert.

0 auf 1: Anschließend wird mit dem ersten high-Pegel der Zählerstand in den Latchwert ü bernommen. Weitere Wechsel haben keinen Einfluß.

Dieses Bit ist gegenü ber Bit EN_LATEXT bevorzugt.

Das Statusbyte enthält folgende Bits:

Bit7

Bit6

Bit5

Bit4

Bit3

Bit2

Bit1

Bit0

0

x

x

OVER-

UNDER-

CNTSET_ACC

LATEXT_VAL

LATC_VAL

 

 

 

FLOW

FLOW

 

 

 

0

x

x

Zähler-

Zähler-

Rü ckmeldung

Rü ckmeldung

Rü ckmeldung

 

 

 

ü berlauf

unterlauf

Setzen

Latch

Index

Bit

OVERFLOW

Funktion

Tritt ein Zahlenbereichsü berlauf von 65535 auf 0 des Zählers auf, dann wird dieses Bit gesetzt. Es wird zurü ckgesetzt, falls der Zähler ein Drittel des Zahlenbereichs ü berschreitet und der Zählerwert von 21845 auf 21846 geht oder eine Unterschreitung (von 0 auf 65535) auftritt.

UNDERFLOW

CNTSET_ACC

LATEXT_VAL

LACT_VAL

Wenn der Zähler von 0 auf 65535 wechselt tritt eine Zahlenbereichsunterschreitung auf und dieses Bit wird gesetzt. Es wird zurü ckgesetzt, falls der Zähler zwei Drittel des Messbereichs unterschreitet und von 43690 auf 43689 wechselt oder sobald ein Ü berlauf auftritt.

Wird gesetzt sobald der Setzwert in den Zählerstand ü bernommen wurde.

Wird gesetzt sobald der Zählerstand in den Latchwert ü bernommen wurde. Rü ckmeldung auf Bit EN_LATEXT.

Wird gesetzt sobald der Zählerstand in den Latchwert ü bernommen wurde. Rü ckmeldung auf Bit EN_LACT.

Mit dem Steuerund Statusbyte kö nnen folgende Aktionen erledigt oder ü berprü ft werden:

Zähler auf ü ber 16Bit erweitern:

Der interne Zähler der Klemme hat eine Breite von 16 Bit. Erfordert die Applikation einen größ eren Bereich fü r Lagewerte, so ist der erweiterte Zählerbereich innerhalb der Steuerung zu berechnen. Dazu kann das Verfahren der Lagedifferenz Integration eingesetzt werden. Die Steuerung speichert zusätzlich den letzten Lagewert (Zählerstand). Von jedem neuen Lagewert wird der letzte Lagewert abgezogen. Diese Differenz wird um die gewü nschte Anzahl von Erweiterungsbits durch Vorzeichenbits ergänzt und zum akkumulierten Lagewert addiert. Wird sichergestellt, dass die Zählerdifferenz zwischen zwei Zählerabfragen kleiner als (16-1) Bit ist, kö nnen Zählerü berläufe unberü cksichtigt bleiben.

Bei einem alternativen Verfahren wird die Zählerweiterung getrennt berechnet. Dazu wird bei jedem Einlesen des Zählerstands zu der Erweiterung das gesetzte

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