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Würmer teilt man in sechs größere Klassen ein: Plattwürmer, Fadenwürmer…“ und nun war er bei den Würmern, über die er ausgezeichnet Bescheid wußte.

Der Professor blinzelte ein paar Mal mit den Augen, sagte aber nichts. Der Student bestand die Prüfung.

Dann wandte sich der Professor dem nächsten zu und fragte ebenso überraschend: „Was wissen Sie vom Elefanten?“

Der wußte so gut wie nichts von dem Dickhäuter. Aber weil er meinte, dass der Professor seinen guten Tag habe, begann er ziemlich unbekümmert: „Der Elefant gehört zu den Säugetieren. Man erkennt ihn leicht an seinem riesigen Rüssel. Die Form des Rüssels ist wurmartig… Die Würmer gliedern sich in sechs größere Klassen: Plattwürmer. Fadenwürmer…“

Diesmal blinzelte der Professor nicht mehr, und der Student fiel mit Pauken und Trompeten durch (с треском).

DIE SCHÜLER SCHREIBEN EIN DIKTAT

Die Schüler schreiben heute ein Diktat. Beate schreibt schön und schnell. Die Lehrerin Frau Stamm diktiert die Sätze: „Otto ißt Kuchen. Petra ist ein Mädchen.“ Beate schreibt: „Otto i…“. Sie denkt nach: „Schreibe ich richtig?“

Neben Beate sitzt Irene. Beate sieht in ihr Heft. Im Wort „ist“ steht „s“. Beate schreibt schnell: „Otto ist Kuchen. Petra ist ein Mädchen.“

Frau Stamm sagt den Schülern: „Lest das Diktat noch einmal durch und kontrolliert jedes Wort!“

Beate liest noch einmal den Satz: „Petra…“ Schon wieder steht das Wort „ist“.

Links von Beate sitzt ihre Freundin Regina Bachmann. Beate sieht jetzt in Reginas Heft: „ißt“ mit einem „ß“. Beate verbessert den Buchstaben und liest den Satz: „Petra ißt ein Mädchen“.

Schnell gibt sie ihr Heft der Lehrerin Frau Stamm ab. Sagt: Welche Note bekommt Beate für das Diktat?

DER FUCHS UND DIE KATZE

Einmal ging eine Katze im Walde spazieren. Da begegnete sie einem Fuchs. Die Katze sagte freundlich: „Guten Tag, lieber Herr Fuchs, wie geht’s?“ Der Fuchs war sehr stolz, er wollte der Katze keine Antwort geben und sah die

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Katze von Kopf bis zu den Füßen an. Endlich sprach er: „Wer bist du? Warum sprichst du mit mir? Was hast du gelernt? Was kannst du? Wie viel Künste verstehst du?“

„Ich verstehe nur eine Kunst“, sagte die Katze. „Ich kann auf einen Baum springen, und die Hunde können mich dann nicht fangen.“ „Ist das alles?“ fragte Fuchs. „Ich verstehe 100 Künste.“

Da kam ein Jäger mit vier Hunden. Die Hunde sahen den Fuchs und packten ihn. Die Katze sprang aber schnell auf einem Baum und rief: „Ei, Herr Fuchs. Ich verstehe nur eine Kunst, aber diese Kunst rettete mir das Leben. Und was könnt ihr mit euren 100 Künsten jetzt machen?“

DIE RÜBE

Es waren einmal zwei Brüder. Der eine war reich, der andere arm. Der arme Bruder war ein Bauer. Einmal säte er Rübesamen. Er arbeitete fleißig. Die Rüben wuchsen gut. Aber eine Rübe war besonders groß, sie war dick und stark, sie wuchs und wuchs. Zuletzt war diese wunderbare Rübe so groß, dass sie allein einen ganzen Wagen anfüllte.

Der Bauer dachte: „Was soll ich mit dieser Rübe machen? Ich kann diese Rübe verkaufen, aber viel Geld bekomme ich für die Rübe nicht. Ich kann diese Rübe essen, aber man kann ja ebenso gut kleine Rüben essen. Am besten bringe ich Rübe dem König und schenke sie ihm.“ So machte er es auch.

Der König war verwundert. „Was ist das für ein sonderbares Ding? So etwas habe ich noch nie gesehen? Du bist ein Glückskind.“ „Ach nein“, sagte der Bauer, „ein Glückskind bin ich nicht, ich bin nur ein armer Bauer.“

Da schenkte der König dem Bauer Pferde und Kühe, Schafe und Schweine. Er gab ihm Felder und Wiesen und viel Geld. Jetzt war der Bauer sehr reich, viel reicher als sein Bruder.

Das hörte der reiche Bruder. Er nahm Gold und Pferde und brachte sie dem König. Er dachte: „Mein Bruder hat für eine Rübe so viele Geschenke bekommen, mir gibt der König für die Pferde und das Gold noch viel mehr.“

Der König nahm das Gold und die Pferde und sagte: „Ich will dir auch ein Geschenk machen. Ich weiß nichts, was besser und seltener als diese große Rübe ist“, und er schenkte ihm die große Rübe. Also musste der Reiche mit der Rübe seines Bruders nach Hause fahren.

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DER BAUER UND DER TEUFEL

Es war einmal ein Bauer. Er war klug und listig. Man kann viele Geschichten von diesem Bauern erzählen. Die schönste Geschichte ist, wie er den Teufel zum Narren gehabt hat.

Eines Tages sah der Bauer auf seinem Feld einen Teufel. „Was machst du hier?“ fragte der Bauer. „Ich sitze auf einem Schatz“, antwortete der Teufel. „Das ist mein Schatz, er ist auf meinem Felde“, sprach der Bauer.

„Er ist dein, aber du musst mir die Hälfte der Ernte geben.“

„Gut“, sagte der Bauer. „Ich gebe dir alles über der Erde. Ich nehme mir alles unter der Erde.“

Nun kam die Zeit der Ernte. Der Teufel kam auf das Feld. Er wollte die Ernte holen. Aber auf dem Feld waren nur gelbe Blätter. Der listige Bauer hatte Rüben gesät. Da sagte der Teufel: „Das nächste Mal ist mein alles unter der Erde und dein alles über der Erde.“ „Gut“, sagte der listige Bauer und lachte. Es kam die Zeit der Ernte. Und wieder kam der Teufel auf das Feld. Aber auch dieses Mal bekam er nichts. Der listige Bauer hatte dieses Mal Weizen gesät. Der Teufel war böse und lief fort. Der Bauer holte seinen Schatz.

HANS IM GLÜCK

Hans hatte 7 Jahre bei seinem Herren gearbeitet. Eines Tages sagte еr zu ihm: „Ich habе 7 Jahre bei dir gearbeitet, nun will ich gern zu meiner Мuttеr gehen. Gib mir meinen Lohn. “Der Herr antwortete: „Du hast gut gearbeitet, wie die Arbeit, sо der Lohn“ und gab ihm ein Stück Gold. Es war so groß wie der Kopf. Hans zog sein Таsсhеntuсh аus der Таsсhe und wickelte das Goldstück еin. Dann sеtzte er sich dаs Goldstüсk аuf die Schu1tern und machte sich auf dеn Weg nach Hause.

Unterwegs trat еr einen Reiter. Ег saß frisch und fröhlich auf einem schönen Pferd. „Ach! sprach Hans ganz laut. „Wie schön ist Reiten. Da sitzt einer wie auf einem Stuhl, stößt sich an keinen Stein, die Schuhe bleiben ganz, und kommt fort, er weiß nicht wie.“ Der Reiter fragte ihn: „Ei, Hans, warum läufst du zu Fuß?“ „Ich muß ja“, antwortete er. „Ich habe ein großes Goldstück bekommen, jetzt gehe iсh nасh Hаusе“. „Weißt du wаs“, sagte der Reiter, „wollen wir tauschen, ich gеbе dir mein Pferd, und du gibst mir dein Go1dstück. „Von Herzеn gеrn“, sagte Hans. Der Reiter stieg vom Pferde, und Наns setzte sich

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aufs Pferd und ritt fort. Er war froh und wollte schneller reiten, еr maсhte „hорр, hopp“, das Pferd 1ief sehr schnell und warf Hаns auf die Еrdе. Da kаm gerade ein Bаuer mit einer Kuh. Hаns stand auf und sprach zu, dem Bauer: „Еs ist ein schlechter Spaß-dаs Rеitеn. Eine Kuh ist etwas vie1 besseres. Man geht so ganz ruhig mit der Kuh, und man hat jeden Tag Milch, Butter, Kasе.“ „Nun“, sprach der Bauеr, „wenn du willst, können wir tauschen. Ich gebe dir meine Kuh, und du gibst mir das Pferd.“ Hans war sehr froh. Der Bauer setzte sich auf das Pferd und ritt, schnеll fort. Hans ging mit seiner Kuh ruhig weiter und dachte: „Jetzt kann ich, wеnn ich will, mein Brot mit Butter und Кäse essen. Wеnn ich trinken will, so kann ich meine Kuh melkеn und Milch trinken.“ Zu Mittag wurde, es sehr beiß. Hаns wollte trinken: „Jetzt will ich meinе Kuh melken und Milch trinken. „Er band die Kuh аn einen Ваum. Aber еr hatte keinen Еimег. Da nаhm еr seine Mütze, und legte sie unter die Kuh. Er melkte die Kuh, aber sie gab keine Milch; sie gab ihm einen starken Stoß, und еr fie1 auf die Erde. Da kam gerade ein Mann des Weges. Der Маnn hatte ein Schwein. „Was ist denn das?“ rief er und half dem guten Hans. Наns erzählte ihm alles. Der Маnn gab ihm seine Flasche und sagte: „Da trink die Kuh ist ein altes Tier, sie kann keine Milch mehr geben.“ „Ach“, sagte Hans, „da ist ein junges Schwein vie1 besser.“ „Höre, Наns", sprach der Маnn. „Ich kann mit dir tauschen. Ich gebe dir das Schwein für die Kuh“.

Hans wаr zufrieden, gab dem Mann, die Kuh und nahm das Schwein. Nиn ging er weiter. Er traf еinеn jungen Вurschen, und sie gingen zusammen. Der Bursche trug unter dem Arm eine schöne weiße Gans. Hаns erzählte ihm von seinem Glück, von seinem Tausch. Da sagte der junge Mann: „Iсh bin jetzt in еinеm Dоrf gewesen, da suchen Siе ein Schwein. Ich glaube, daß ist Еuеr Schwеin.“ „Ach“, sagte Наns, “hilf mir bitte, nimm mein Schwein und gib mir dеinе Gаns.“ „Nun, schön, ich will Euch helfen.“Ег nahm das Schwein, gab Hans die Gans und ging dann schnell fort. Hans aber ging weiter und dachte. „Ich habe jetzt guten Braten und schöne weiße Federn.“ Das war ein. guter Tausch. Ег ging schon durch das letzte Dorf, da sah er einen Scherenschleifer. Hаns blieb stehen und sah ihm zu. Endlich sprach er: „Еs geht dir wohl gut. Du arbeitest so lustig.“ „Ja“, sagte der Scherenschleifer, „das ist eine gute Arbeit, und sie bringt mit, immer Geld in meine Tasche. Aber wо hast du die schönе Gans gekauft?“

„Ich habe sie nicht gekauft, ich hаbе sie für mein Schwein bekommen. "-" Und das Schwein? "-" Für meine Kuh. "-" Und die Kuh?" "Die habe ich für ein

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Pferd bekommen. "-" Und das Pferd?"- „Für das Pferd habe ich ein Goldstück gegeben. Das war so groß wie Mein Kopf.“ „Und das Gold?“ „Das war mein Lohn für sieben Jahre Aгbeit. "-"Du hast еs immer gut gemacht. Willst du nicht aber auch Geld in deiner Tasche haben?“ „Aber wie mache ich denn das?“ „Du mußt ein Scherenschleifer werden wie ich. Willst du ich gebe dir einen Wetzstein, und du gibst mir deine Gans. "-"Wie könnt ihr nоch fragen“, antwortete Hans. „Ich bin jetzt der glücklichste Mеnsch auf der Erdе. Nun habe ich immеr Geld in meiner Tasche", und еr gab dem Scherenschleifer seine Gans und nаhm seinen Wetzstein.

„Nun“, sagte der Scherenschleifer, „da hast du nосh einen Stein“, und gab Hans einen großen Feldstein. Hans legte beide Steine auf seine Sсhulter und ging fröhlich weiter. „Bin ich аber glücklich“, rief er „alles, was ich wünsche, bekomme ich.“

Hаns war aber sсhоn rеcht müde und wollte trinken. Die Steine waren sehr schwer. Da sah er einen Brunnen. Ег legte die Steine auf den Rand des Brunnens und setzte sich auf den Brunnen, er wollte trinken. Beim Trinken stiеß еr аn die Steine, und sie fie1en in den Brunnen. Da sprang Наns аuf und rief: „Ich bin der glücklichste Mensch unter der Sonne! Die Stеinе waren so schwer.“ Dann ging еr schnell zu seiner Mutter nасh Наusе.

STANDHAFTIGKEIT

Der Vater des berühmten italienischen Malers Michelangelo wollte nicht, daß sein Sohn Maler wird. Er wurde sehr böse, wenn er Michel beim Malen sah. Einmal geriet er in außerordentlichen Zorn, aber der kleine Maler sah ihn erstaunt an und rief: „Оh, da ist ein herrliсhеs Modell! Ich kann einen erzürnten Vater mаlеn!“ Da verstand dеr Vater, daß er nichts machen kann. Sein Sohn wird Maler sein.

Und еr wurde bald Maler. Und nicht nur Maler. Michelangelo war auch Bildhauer („David“ und andere Statuen), Architekt und Dichter.

DIE AFFEN UND DIE HÜTE

Es war in Indien. Ein Junge trug einen Korb. Im Korb lagen viele Hüte. Der Таg war sehr heiß; und der Junge war müde und wollte schlafen. Еr legte sich unter einen Baиm und schlief ein. Nach zwei Stunden erwachte er. Er stand auf,

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