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Feldbus-Controller 750-841 • 87

Programmierung des PFC mit WAGO-I/O-PRO CAA

diese zu kommunizieren, da die Kommunikation für jedes Protokoll über einen anderen Port stattfindet.

7.Damit die vorgenommene Protokollauswahl in den Controller übernommen wird, klicken Sie auf den Button „SUBMIT“ und führen Sie dann einen Hardware-Reset durch. Dazu können Sie die Spannungsversorgung des Controllers unterbrechen oder den Betriebsartenschalter herunterdrücken.

8.Die Protokolleinstellungen sind jetzt gespeichert und der Controller ist betriebsbereit.

Haben Sie z. B. das MODBUS TCP-Protokoll aktiviert, können Sie nun mit einem MODBUS-Mastertool gewünschte MODBUS-Funktionen auswählen und ausführen, wie beispielsweise die Abfrage der Klemmenkonfiguration über das Register 0x2030.

Haben Sie z. B. WAGO-I/O-PRO aktiviert, dann können Sie den Controller jetzt auch mit IEC 61131-3 programmieren.

3.1.7Programmierung des PFC mit WAGO-I/O-PRO CAA

Durch die IEC 61131-3 Programmierung des ETHERNET TCP/IP FeldbusControllers 750-841 können Sie über die Funktionen eines Feldbus-Kopplers hinaus die Funktionalität einer SPS nutzen.

Die Erstellung eines Applikationsprogramms gemäß IEC 61131-3 erfolgt mit dem Programmiertool WAGO-I/O-PRO CAA.

Beachten

Voraussetzung für die IEC 61131-3-Programmierung des Controllers ist, dass WAGO-I/O-PRO auf der Web-Seite „Port configuration“ mit einem Häkchen im Kontrollkästchen aktiviert ist.

Die Beschreibung, wie die Programmierung mit WAGO-I/O-PRO CAA erfolgt, ist jedoch nicht Bestandteil dieses Handbuchs. In den folgenden Kapiteln soll vielmehr auf wichtige Hinweise bei der Projekterstellung in WAGO-I/O-PRO CAA und auf spezielle Bausteine hingewiesen werden, die Sie explizit für die Programmierung des ETHERNET TCP/IP FeldbusControllers nutzen können.

Ferner wird beschrieben, wie die Übertragung des IEC 61131-3 Programms und das Laden eines geeigneten Kommunikationstreiber erfolgt.

Weitere Informationen

Eine detaillierte Beschreibung der Softwarebedienung entnehmen Sie bitte dem Handbuch WAGO-I/O-PRO CAA. Dieses finden Sie unter: www.wago.com/wagoweb/documentation/navigate/nm9mp__d.htm

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1.Rufen Sie das Programmier-Tool WAGO-I/O-PRO CAA unter: Startmenü /

Programme / WAGO-I/O-PRO auf.

Sie erhalten ein Dialogfenster, in dem Sie das Zielsystem für die Programmierung einstellen können.

2.Wählen Sie den WAGO Ethernet Controller 750-841 und bestätigen Sie mit “OK”.

3.Nun können Sie in WAGO-I/O-PRO über das Menü: Datei / Neu ein neues Projekt anlegen und in dem nachfolgenden Dialogfenster die Programmierart (FUP, KOP, AWL, etc.) auswählen.

4.Damit Sie in Ihrem neuen Projekt definiert auf alle Busklemmendaten zugreifen können, muss zunächst die Busklemmenkonfiguration gemäß der vorhandenen Feldbusknoten-Hardware in eine Konfigurationsdatei „EAconfig.xml“ abgebildet werden. In dieser Datei wird festgelegt, von wo aus die Schreibzugriffe auf die Klemmen erfolgen soll, vom IEC 61131-3- Programm, von MODBUS TCP oder von Ethernet IP aus.

Die Generierung der Datei kann auf zwei verschiedene Arten erfolgen:

-in WAGO-I/O-PRO oder

-in der im Controller bereits angelegten Datei „EA-config.xml“.

Konfiguration mit WAGO-I/O-PRO

1.Um die Konfiguration des Feldbusknoten in WAGO-I/O-PRO vorzunehmen, wählen Sie in dem linken Bildschirmfenster die Registerkarte „Resourcen“ und klicken dann in der Baumstruktur auf „Steuerungskonfiguration“.

2.In dem mittleren Fenster wird eine Baumstruktur für die Hardware Konfiguration angezeigt.

Klicken Sie auf das Pluszeichen vor „Hardware Konfiguration“, dann erweitert sich die Baumstruktur und zeigt das Symbol des bereits ausgewählten Zielsystems, den Controller 750-841, an.

3.Sie können nun die Baumstruktur gemäß Ihrer vorhandenen Hardware ergänzen, indem Sie auf die rechte Maustaste klicken und in dem erscheinenden Kontext-Menü den Menüpunkt: „Module anhängen“ wählen.

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4.Vervollständigen Sie modulweise die Baumstruktur für jede Klemme in Ihrer Hardware, die bitoder wortweise Daten liefert bzw. erwartet (Datenbreite/Bitbreite > 0).

Beachten

Die Anzahl der Module, die Daten liefern oder erwarten, muss unbedingt mit der vorhandenen Hardware übereinstimmen (ausgenommen sind z. B. Potentialeinspeise, -vervielfältigungs- und Endklemmen).

Die Anzahl der Einund Ausgangsbits bzw. –bytes der einzelnen angeschalteten Busklemmen entnehmen Sie bitte den entsprechenden Beschreibungen der Busklemmen.

5.Bestimmen Sie anschließend in dem rechten Dialogfenster/Register „Modulparameter“ für jedes einzelne Modul, von wo aus der Zugriff auf die Klemmendaten erfolgen soll.

Sie können hierbei in der Spalte „Wert“ auswählen:

-PLC (Zugriff vom PFC aus) (Standard-Einstellung)

-fieldbus 1 (Zugriff von MODBUS TCP aus)

-fieldbus 2 (Zugriff von Ethernet IP aus).

6.Nach Fertigstellung der Zuordnung, können Sie mit der IEC 61131-3- Programmierung beginnen. Sobald Sie das Projekt übersetzen, wird die Konfigurationsdatei „EA-config.xml“ generiert.

Weitere Informationen

Eine detaillierte Beschreibung der Softwarebedienung entnehmen Sie bitte dem Handbuch WAGO-I/O-PRO CAA. Dieses finden Sie unter: www.wago.com/wagoweb/documentation/navigate/nm9mp__d.htm

Konfiguration mit der Datei „EA-config.xml“

Beachten

Wenn Sie die Klemmenzuordnung direkt mittels der im Controller gespeicherten Datei „EA-config.xml“ vornehmen möchten, dürfen Sie zuvor keine Konfigurationseinträge in WAGO-I/O-PRO speichern, da die Datei durch die Einträge in WAGO-I/O-PRO bei jedem Download überschrieben wird.

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1.Öffnen Sie einen beliebigen FTP-Client (z. B. „LeechFTP“, frei downloadbar im Internet).

2.Um auf das Filesystem des Controllers zuzugreifen, geben Sie die IPAdresse des Controllers und als Passwort den user: „admin“ sowie das Kennwort: „wago“ ein.

Die Datei „EA-config.xml“ finden Sie nun in dem Ordner „etc.“.

3.Kopieren Sie die Datei in ein lokales Verzeichnis auf Ihrem PC und öffnen Sie diese in einem beliebigen Editor, der auf Ihrem PC installiert ist (z. B. „WordPad“). Die folgende Syntax ist bereits in der Datei vorbereitet:

4.Die vierte Zeile enthält die notwendigen Informationen für die erste Busklemme. Der Eintrag: [MAP=“PLC“] weist dem IEC 61131-3 Programm die Schreibzugriffsrechte für das erste Modul zu.

Wenn Sie den Zugriff ändern wollen, ersetzen Sie „PLC“ für Zugriffsrechte von MODBUS TCP aus durch „FB1“ und für den Zugriff von Ethernet IP aus durch „FB2“.

5.Ergänzen Sie nun unter der vierten Zeile für jedes einzelne Modul dieselbe Syntax mit der entsprechenden Zugriffszuordnung:

<Module ARTIKELNR=““ MAP=“(z. B.) PLC“ LOC=“ALL“></Module>.

Beachten

Die Anzahl der Zeileneinträge muss unbedingt mit der Anzahl der vorhandenen Hardwaremodule übereinstimmen.

6.Speichern Sie die Datei und laden Sie diese wieder über den FTP-Client in das Filesystem des Controllers herunter.

7.Im Anschluss daran, können Sie mit der IEC 61131-3-Programmierung beginnen.

Weitere Informationen

Eine detaillierte Beschreibung der Softwarebedienung entnehmen Sie bitte dem Handbuch WAGO-I/O-PRO CAA. Dieses finden Sie unter: www.wago.com/wagoweb/documentation/navigate/nm9mp__d.htm

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3.1.7.1 ETHERNET-Bibliotheken für WAGO-I/O-PRO CAA

Für unterschiedliche IEC 61131-3 Programmier-Aufgaben stehen Ihnen in WAGO-I/O-PRO CAA verschiedene Bibliotheken zur Verfügung. Diese enthalten universell einsetzbare Bausteine und können somit Ihre Programmerstellung erleichtern und beschleunigen. Die Bibliotheken 'standard.lib' und 'IECsfc.lib' werden standardmäßig eingebunden, einige der nachfolgend beschriebenen Bibliotheken sind hingegen spezifisch für ETHERNET Projekte mit WAGO-I/O-PRO CAA:

standard. lib

enthält Bausteine nach IEC 61131-3 für Timer (TON, TOF etc.),

 

Trigger (F_TRIG etc.), String Functions (LEFT, MID, LEN etc.),

 

Counter (CTD etc.)

 

 

IECsfc.lib

enthält implizite Funktionen, die für den Einsatz von

 

normenkonformen IEC-Schritten notwendig sind

 

 

Util.lib

enthält Bausteine z.B. zur Datenmanipulation (HYSTERESIS,

 

DERIVATIVE, INTEGRAL etc.), Umwandlung (INT_TO_BCD

 

etc.), Regelung (PD, PID)

 

 

Ethernet. lib

enthält Bausteine für die Kommunikation über ETHERNET

 

 

SysLibFile.lib

enthält Funktionen, die ein Dateisystem auf dem Zielrechner

 

unterstützen

 

 

SysLibVisu.lib

definiert Strukturen für Visualisierungsobjekte

 

 

SysLibCallback.lib

enthält Funktionen, die dazu dienen, benutzerdefinierte Callback-

 

Funktionen für Laufzeitereignisse zu aktivieren

 

 

SysRTC.lib

enthält Funktionen zum Stellen und Lesen der Echtzeituhr auf der

 

CPU Karte und zur Abfrage eines Timeservers

 

 

mod_com.lib

enthält Funktionen für Zugriffe auf das Prozessabbild

 

 

SerComm.lib

enthält einen Funktionsbaustein für den Zugriff auf Serielle

 

Schnittstellenklemmen und die Konfigurationsschnittstelle des

 

Controllers

 

 

EML.lib

enthält Funktionen die es dem Controller ermöglichen, als

 

Ethernet-IP-Master eine UCMM-Verbindung zu einem anderen

 

Knoten aufzubauen

 

 

System.lib

enthält Funktionen zur Laufzeitsystem-Diagnose

 

 

Modb_l05.lib

enthält Funktionsbausteine, die es ermöglichen, mit dem

 

Controller über ein serielles Schnittstellen-Modul ein Gateway

 

zum MODBUS zu schaffen, das über Masteroder Slave-

 

Funktionalitäten am MODBUS verfügen kann

 

 

ModbusEthernet_03.lib

enthält Funktionsbausteine, die dazu dienen, einen

 

Datenaustausch mit mehreren Modbus-Slaves herzustellen

 

 

Serial_Interface_01.lib

enthält einen Funktionsbaustein für die transparente

 

Datenübertragung über die serielle Schnittstelle

 

 

TerminalSlave_03.lib

enthält einen Funktionsbaustein, für die Anbindung externer

 

Modbusmaster, wie z.B. Textanzeigen, Terminals, Bedienpanels

 

oder Grafikdisplays mit Modbus_RTU-Protokoll Unterstützung

 

 

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