42 • Feldbus-Controller 750-841
Hardware
Der Anschluss an den Feldbus erfolgt über einen RJ45-Steckverbinder, der auch "Westernstecker" genannt wird. Die RJ45-Buchse an dem FeldbusController ist entsprechend den Vorgaben für 100BaseTX beschaltet. Als Verbindungsleitung wird ein Twisted Pair Kabel der Kategorie 5 vorgeschrieben. Dabei können Leitungen des Typs S-UTP (ScreenedUnshielded Twisted Pair) sowie STP (Shielded Twisted Pair) mit einer maximalen Segmentlänge von 100 m benutzt werden.
Die Anschlussstelle ist mechanisch abgesenkt, so dass nach Steckeranschluss ein Einbau in einen 80 mm hohen Schaltkasten möglich wird.
Die galvanische Trennung zwischen dem Feldbussystem und der Elektronik erfolgt über DC/DC-Wandler und über Optokoppler im Feldbus-Interface.
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Kontakt |
Signal |
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1 |
TD + |
Transmit + |
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TD - |
Transmit - |
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3 |
RD + |
Receive + |
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4 |
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nicht belegt |
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5 |
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nicht belegt |
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6 |
RD - |
Receive - |
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7 |
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nicht belegt |
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8 |
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nicht belegt |
Abb. 3-3: Busanschluss und Steckerbelegung, RJ45-Stecker |
G034201d |
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Der Betriebszustand des Feldbus-Controllers bzw. des Knotens wird über Leuchtmelder in Form von Leuchtdioden (LED) signalisiert.
Die Leuchtdioden-Information wird per Lichtleiter an die Oberseite des Gehäuses geführt. Diese sind zum Teil mehrfarbig (rot/grün oder rot/grün/orange) ausgeführt.
ETHERNET 01 |
02 |
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ETHERNET 01 |
02 |
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LINK |
A |
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C |
LINK |
A |
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C |
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C |
A |
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MS |
B |
A |
MS |
B |
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D |
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D |
B |
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NS |
24V |
0V |
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NS |
24V |
0V |
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TxD/RxD |
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TxD/RxD |
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I/O |
+ |
+ |
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I/O |
+ |
+ |
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USR |
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USR |
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Abb. 3-4: Anzeigeelemente 750-841 |
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g084102x |
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WAGO-I/O-SYSTEM 750 ETHERNET TCP/IP
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Feldbus-Controller 750-841 • 43 |
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Hardware |
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LED |
Farbe |
Bedeutung |
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LINK |
grün |
Verbindung zu physikalischem Netzwerk ist vorhanden. |
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MS |
rot/grün |
Die ‚MS‘-LED zeigt den Knoten (Module) Status an. |
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NS |
rot/grün |
Die ‚NS‘-LED zeigt den Netzwerk Status an. |
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TxD/RxD |
grün |
Datenaustausch findet statt. |
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IO |
rot /grün / |
Die 'I/O'-LED zeigt den Betrieb des Knotens an und signalisiert |
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orange |
auftretende Fehler. |
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USR |
rot /grün / |
Die 'USR'-LED kann von einem Anwenderprogramm im Program- |
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orange |
mierbaren Feldbus-Controller angesteuert werden. |
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A |
grün |
Status der Betriebsspannung – System |
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B oder C |
grün |
Status der Betriebsspannung – Leistungskontakte |
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(LED-Position ist fertigungsabhängig) |
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Die Konfigurationsschnittstelle befindet sich hinter der Abdeckklappe. Sie wird für die Kommunikation mit WAGO-I/O-CHECK,
WAGO-I/O-PRO CAA und zum Firmware-Download genutzt.
Konfigurationsund
Programmierschnittstelle
Abb. 3-5: Konfigurationsschnittstelle |
g01xx07d |
An die 4-polige Stiftleiste wird das Kommunikationskabel (750-920) angeschlossen.
WAGO-I/O-SYSTEM 750 ETHERNET TCP/IP
44 • Feldbus-Controller 750-841
Hardware
3.1.2.6 Betriebsartenschalter
Der Betriebsartenschalter befindet sich hinter der Abdeckklappe.
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Betriebsartenschalter |
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Abb. 3-6: Betriebsartenschalter |
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g01xx10d |
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Der Schalter ist ein Druck-/Schiebeschalter mit 3 Stellungen und einer
Tastfunktion.
Der Schiebeschalter ist für eine Betätigungshäufigkeit nach EN61131T2 ausgelegt.
Betriebsartenschalter |
Funktion |
Von mittlere in obere Stellung |
Firmware und PFC-Applikation werden ausgeführt |
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(Programmbearbeitung aktivieren/“RUN“) |
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Von obere in mittlere Stellung |
Firmware wird ausgeführt, PFC-Applikation ist |
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angehalten (Programmbearbeitung stoppen/“STOP“) |
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Untere Stellung |
Controller startet den Betriebssystemloader |
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Niederdrücken |
Hardware-Reset |
(z. B. mit Schraubendreher) |
Alle Ausgänge und Merker werden rückgesetzt; |
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Variablen werden auf 0 bzw. auf FALSE oder auf einen |
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Initialwert gesetzt. |
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Retain-Variable, bzw. Merker werden nicht verändert. |
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Der Hardware-Reset kann sowohl bei STOP als auch bei |
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RUN in jeder Stellung des Betriebsartenschalters |
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ausgeführt werden! |
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Der Wechsel der Betriebsart erfolgt intern am Ende eines PFC-Zyklus.
Hinweis
Die Stellung des Betriebsartenschalters ist für das Starten und Stoppen der PFC-Applikation aus WAGO-I/O-PRO heraus unerheblich.
WAGO-I/O-SYSTEM 750 ETHERNET TCP/IP
Feldbus-Controller 750-841 • 45
Hardware
Achtung
Wenn beim Umschalten des Betriebsartenschalters von „RUN“ auf „STOP“ noch Ausgänge gesetzt sind, bleiben diese weiterhin gesetzt! Softwareseitige Abschaltungen z. B. durch Initiatoren, sind dann unwirksam, da das Programm nicht mehr bearbeitet wird.
Hinweis
WAGO-I/O-PRO CAA stellt mit "GET_STOP_VALUE" (Bibliothek "System.lib") eine Funktion zur Verfügung, die zum Erkennen des letzten Zyklus vor einem Programmstop dient. Der Anwender hat damit die Möglichkeit, das Verhalten des Controllers bei STOP zu programmieren. Mit Hilfe dieser Funktion lassen sich Ausgänge des Controllers in einen sicheren Zustand schalten.
Jeder WAGO ETHERNET TCP/IP Feldbus-Controller hat eine einmalige und weltweit eindeutige physikalische Adresse, die MAC-ID (Media Access Control Identity). Diese befindet sich auf der Rückseite des Controllers sowie auf einem selbstklebenden Abreiß-Etikett auf der Seite des Controllers. Die MAC-ID besitzt eine feste Länge von 6 Byte (48 Bit) und beinhaltet den Adresstyp, die Kennzeichnung für den Hersteller und die Seriennummer.
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46 • Feldbus-Controller 750-841
3.1.3 Betriebssystem
Nach Einschalten der Versorgungsspannung oder nach Hardware-Reset läuft der Controller hoch.
Achtung
Der Schiebeschalter darf beim Hochlauf nicht auf die untere Stellung geschaltet sein!
Das im Flash-Speicher vorhandene PFC-Programm wird ins RAM übertragen.
In der Initialisierungsphase ermittelt der Feldbus-Controller die Busklemmen und die vorliegende Konfiguration und setzt die Variablen auf 0 bzw. auf FALSE oder auf einen von dem PFC-Programm vorgegebenen Initialwert. Die Merker behalten ihren Zustand bei. Während dieser Phase blinkt die ‘I/O‘- LED rot.
Nach fehlerfreiem Hochlauf geht der Controller in den Zustand "RUN". Die ‘I/O‘-LED leuchtet grün.
Nach fehlerfreiem Hochlauf startet der PFC-Zyklus bei oberer Stellung des Betriebsartenschalters oder durch einen Start-Befehl aus
WAGO-I/O-PRO CAA. Die Einund Ausgangsdaten des Feldbusses und der Busklemmen sowie der Werte von Zeitgebern werden gelesen. Anschließend wird das im RAM vorhandene PFC-Programm bearbeitet und danach die Ausgangsdaten des Feldbusses und der Busklemmen ins Prozessabbild geschrieben. Am Ende des PFC-Zyklus werden Betriebssystemfunktionen u. a. für Diagnose und Kommunikation ausgeführt und die Werte von Zeitgebern aktualisiert. Der Zyklus beginnt erneut mit dem Einlesen der Einund Ausgangsdaten und der Werte von Zeitgebern.
Der Wechsel der Betriebsart ("STOP"/"RUN") erfolgt am Ende eines PFCZyklus.
Die Zykluszeit ist die Zeit vom Beginn des PFC-Programms bis zum nächsten Beginn. Wenn innerhalb eines PFC-Programms eine Schleife programmiert wird, verlängert sich entsprechend die PFC-Laufzeit und somit der PFCZyklus.
Während der Bearbeitung des PFC-Programms werden die Eingänge, Ausgänge und Werte von Zeitgebern nicht aktualisiert. Diese Aktualisierung findet erst definiert am Ende des PFC-Programms statt. Hieraus ergibt sich, dass es nicht möglich ist, innerhalb einer Schleife auf ein Ereignis aus dem Prozess oder den Ablauf einer Zeit zu warten.
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