Материал: m012900d

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32 Feldbus-Koppler 750-342

Datenaustausch

3.1.5Datenaustausch

Der Austausch der Prozessdaten findet bei dem ETHERNET TCP/IP FeldbusKoppler ü ber das MODBUS/TCP-Protokoll statt.

MODBUS/TCP arbeitet nach dem Master-/Slave-Pinzip. Der Master ist eine ü bergeordnete Steuerung, z. B. ein PC oder eine Speicherprogrammierbare Steuerung. Die ETHERNET TCP/IP Koppler des WAGO-I/O-SYSTEM 750 sind Slavegeräte.

Der Master fordert die Kommunikation an. Diese Anforderung kann durch die Adressierung an einen bestimmten Knoten gerichtet sein. Die Knoten empfangen die Anforderung und senden, abhängig von der Art der Anforderung, eine Antwort an den Master.

Ein Koppler kann eine bestimmte Anzahl gleichzeitiger Verbindungen (SocketVerbindungen) zu anderen Netzwerkteilnehmern herstellen:

1 Verbindung fü r HTTP (HTML-Seiten von dem Koppler lesen) und

3 Verbindungen ü ber MODBUS/TCP (Einund Ausgangsdaten vom Koppler lesen oder schreiben).

Die maximale Anzahl der gleichzeitigen Verbindungen kann nicht ü berschritten werden. Sollen weitere Verbindungen aufgebaut werden, mü ssen bestehende Verbindungen erst beendet werden.

Fü r den Austausch von Daten besitzt der ETHERNET TCP/IP Feldbus-Koppler im wesentlichen zwei Schnittstellen:

die Schnittstelle zum Feldbus (-Master) und

die Schnittstelle zu den Busklemmen.

Zwischen MODBUS-Master und den Busklemmen findet ein Datenaustausch statt. Der Master greift ü ber implementierte MODBUS-Funktionen auf die Busklemmendaten zu.

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Datenaustausch

3.1.5.1Speicherbereiche

Feldbus Koppler

Feldbus-

Master

Speicherbereich für

 

 

Eingangsdaten

Busklemmen

Wort 0

 

1

 

 

 

 

 

Eingangs-

 

 

 

klemmen

 

 

 

Wort 255

 

 

 

Speicherbereich für

 

 

Ausgangsdaten

 

 

Wort 0

2

 

 

 

 

 

Ausgangs-

 

 

 

klemmen

 

I

O

 

 

Wort 255

Abb. 3-9: Speicherbereiche und Datenaustausch fü r einen Feldbus-Koppler

g012939d

Das Prozessabbild des Kopplers enthält in einem Speicherbereich fü r Eingangsdaten und in einem Speicherbereich fü r Ausgangsdaten (jeweils Wort 0 ...

255) die physikalischen Daten der Busklemmen.

(1)Von der Feldbusseite aus kö nnen die Eingangsklemmendaten gelesen werden.

(2)Ebenso kann von der Feldbusseite aus auf die Ausgangsklemmen geschrieben werden.

Zusätzlich sind bei dem ETHERNET TCP/IP Koppler alle Ausgangsdaten auf einen Speicherbereich mit dem Adressen-Offset 0x0200 gespiegelt. Dadurch ist es mö glich, durch Hinzuaddieren von 0x0200 zu der MODBUS-Adresse Ausgangswerte zurü ckzulesen.

3.1.5.2Adressierung

3.1.5.2.1Adressierung der Busklemmen

Die physikalische Anordnung der Busklemmen in einem Knoten ist beliebig. Bei der Adressierung werden zunächst die komplexen Klemmen (Klemmen, die 1 oder mehrere Byte belegen) entsprechend ihrer physikalischen Reihenfolge hinter dem Feldbus-Koppler berü cksichtigt. Diese belegen somit die Adressen ab Wort 0.

Im Anschluss daran folgen immer in Bytes zusammengefasst, die Daten der ü b- rigen Klemmen (Klemmen, die weniger als 1 Byte belegen). Dabei entsprechend der physikalischen Reihenfolge Byte fü r Byte wird mit diesen Daten aufgefü llt. Sobald ein ganzes Byte durch die bitorientierten Klemmen belegt ist, wird automatisch das nächste Byte begonnen.

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Datenaustausch

Beachten

Die Anzahl der Einund Ausgangsbits bzw. –bytes der einzelnen angeschalteten Busklemmen entnehmen Sie bitte den entsprechenden Beschreibungen der Busklemmen.

Beachten

Wenn ein Knoten geändert bzw. erweitert wird, kann sich daraus ein neuer Aufbau des Prozessabbildes ergeben. Damit ändern sich dann auch die Adressen der Prozessdaten. Bei einer Erweiterung sind die Prozessdaten aller vorherigen Klemmen zu berü cksichtigen.

Datenbreite • :RUW .DQDO

Analoge Eingangsklemmen

Analoge Ausgangsklemmen Eingangsklemmen fü r Thermoelemente Eingangsklemmen fü r Widerstandssensoren Pulsweiten Ausgangsklemmen Schnittstellenklemmen

Vor-/Rü ckwärtszähler

Busklemmen fü r Winkelund Wegmessung

Datenbreite = 1 Bit / Kanal

Digitale Eingangsklemmen

Digitale Ausgangsklemmen

Digitale Ausgangsklemmen mit Diagnose (2 Bit / Kanal)

Einspeiseklemmen mit Sicherungshalter / Diagnose

Solid State Lastrelais

Relaisausgangsklemmen

Tabelle 3.1: Datenbreite der Busklemmen

3.1.5.2.2 Adressbereich

Adressbereich fü r die E-/A-Daten der Busklemmen:

Datenbreite Adresse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bit

...0.0

...0.8

...1.0

...1.8

.....

...254.0

...254.8

...255.0

...255.8

 

 

0.7

0.15

1.7

1.15

 

254.7

254.15

255.7

255.15

 

 

 

 

Byte

0

1

2

3

.....

508

509

510

511

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Word

0

 

1

 

.....

254

 

255

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tabelle 3.2: Adressbereich fü r die E-/A-Daten der Busklemmen

Ab Adresse 0x1000 liegen die Registerfunktionen. Diese sind analog mit den implementierten MODBUS-Funktionscodes (read/write) ansprechbar.

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Datenaustausch

3.1.5.3Datenaustausch MODBUS-Master und Busklemmen

Der Datenaustausch zwischen MODBUS/TCP-Master und den Busklemmen erfolgt ü ber die in dem Koppler implementierten MODBUS-Funktionen durch bitoder wortweises Lesen und Schreiben.

In dem Koppler gibt es 4 verschiedene Typen von Prozessdaten:

Eingangsworte

Ausgangsworte

Eingangsbits

Ausgangsbits

Der wortweise Zugriff auf die digitalen Einund Ausgangsklemmen erfolgt entsprechend folgender Tabelle:

Digitale Eingänge/

16.

15.

14.

13.

12.

11.

10.

9.

8.

7.

6.

5.

4.

3.

2.

1.

Ausgänge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Prozessdatenwort

Bit

Bit

Bit

Bit

Bit

Bit

Bit

Bit

Bit

Bit

Bit

Bit

Bit

Bit

Bit

Bit

 

15

14

13

12

11

10

9

8

7

6

5

4

3

2

1

0

Tabelle 3.3: Zuordnung digitale Ein-/Ausgänge zum Prozessdatenwort gemäß Intel-Format

Durch Hinzuaddieren von 0x0200 zu der MODBUS-Adresse kö nnen die Ausgänge zurü ckgelesen werden.

Die Registerfunktionen, die in dem Koppler zur Verfü gung stehen, sind von dem MODBUS-Master analog mit den implementierten MODBUSFunktionscodes (read/write) ansprechbar. Anstatt der Adresse eines Klemmenkanals wird dazu die jeweilige Register-Adresse angegeben.

MODBUS-Master

0x000

0x000

 

(0x200)

PAE

PAA

0x0FF

0x0FF

(0x2FF)

 

Eingänge

Ausgänge

 

Busklemmen

 

PAE = Prozessabbild

 

der Eingänge

 

PAA = Prozessabbild

 

der Ausgänge

Feldbus-Koppler

Bild 3.2: Datenaustausch zwischen MODBUS-Master und Busklemmen

g012927d

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Inbetriebnahme eines Feldbusknoten

3.1.6 Inbetriebnahme eines Feldbusknoten

In diesem Kapitel wird Ihnen die Vorgehensweise fü r die Inbetriebnahme eines WAGO ETHERNET TCP/IP Feldbusknoten schrittweise aufgezeigt. Zudem wird nachfolgend das Auslesen der Koppler internen HTML-Seiten.

Beachten

Diese Beschreibung ist exemplarisch und beschränkt sich hier auf die Ausfü h- rung einer lokalen Inbetriebnahme eines einzelnen ETHERNET Feldbusknoten mit einem nicht vernetzten Rechner unter Windows.

Eine direkte Internetanbindung sollte nur durch einen autorisierten Netzwerkadministrator erfolgen und ist deshalb nicht in diesem Handbuch beschrieben.

Die Beschreibung umfasst die folgenden Schritte:

1.MAC-ID notieren und Feldbusknoten aufbauen

2.Anschließen von PC und Feldbusknoten

3.IP-Adressen ermitteln

4.Vergabe der IP-Adresse an den Feldbusknoten

5.Funktion des Feldbusknoten testen

6.Auslesen der Informationen als HTML-Seiten

3.1.6.1MAC-ID notieren und Feldbusknoten aufbauen

Bevor Sie Ihren Feldbusknoten aufbauen, notieren Sie sich bitte die HardwareAdresse (MAC-ID) Ihres ETHERNET Feldbus-Kopplers.

Die MAC-ID kö nnen Sie der Rü ckseite des Feldbus-Kopplers entnehmen sowie dem selbstklebenden Abreiß-Etikett, das sich seitlich auf dem Koppler befindet.

MAC-ID des Feldbus-Kopplers:

----- ----- ----- ----- ----- -----.

3.1.6.2Anschließen von PC und Feldbusknoten

Der montierte ETHERNET TCP/IP Feldbusknoten wird mit 10Base-T Kabel ü ber ein Hub oder direkt mit dem PC verbunden.

Beachten

Erfolgt die Verbindung direkt mit einem PC, wird statt eines parallelen Kabels ein sogenanntes Cross Over Kabel benö tigt.

Nun wird der PC, der die Funktion des Masters und BootP-Servers ü bernimmt, gestartet und die Spannungsversorgung am Feldbus-Koppler (DC 24 V Netzteil) eingeschaltet. Nach Einschalten der Betriebsspannung erfolgt die Initialisierung. Der Feldbus-Koppler ermittelt die Busklemmenkonstellation und erstellt das Prozessabbild.

Während des Hochlaufes blinkt die 'I/O'-LED (Rot) mit hoher Frequenz.

Wenn nach kurzer Zeit die 'I/O'-LED und die 'ON'-LED grü n aufleuchten ist der Feldbus-Koppler betriebsbereit.

Ist während des Hochlaufens ein Fehler aufgetreten, so wird dieser ü ber die 'I/O'-LED durch Blinken (Rot) als Fehlercode ausgegeben.

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