Gut bezahlte Berufsarbeit gilt derzeit in der Gesellschaft als extremes wertvolles Gut mit hohem Image. Unbezahlte Arbeit findet wenig Anerkennung in der Gesellschaft. Arbeit im Betrieb bildet das Fundament für die von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gemeinsam getragene Finanzierung
Сdes sozialen Sicherungssystems, vor allem von Arbeitslosen-, Krankenund Rentenversicherung. Bildung wird die neue soziale Frage des 21. Jahrhunderts. Der Arbeitnehmer von morgen ist vielfach Mitunternehmer. Lebenslanges Lernen wird zur Alltagspraxis. Neue Weiterbildungssysteme im Berufиund 60 Alltag, eine neue Lernkultur ermöglichen auch Menschen mittleren und höheren Alters, berufsfit zu bleiben. 15 % der Deutschen glauben, den falschen Beruf gewählt zu haben, weil sie sich über ihren Berufswunsch nicht im Klaren waren.
Die BewerberбАwissen oft nicht, was sie wollen und vor allem, was sie können. Vor der Bewerbung und Jobsuche muss man Selbstanalyse machen, Antwort auf folgende Fragen finden: Wer bin ich? – Was treibt mich an? – Was kann ich? – Was will ich? Man muss seine Schwachen kennen und Stärken einsetzen. In der Regel sucht man Stellenanzeigen in der Zeitung oder im Internet, man liest sie genau und wählt die passende. Der nächste Schritt ist es, eine Bewerbung vorzubereiten.
Die schriftliche Bewerbung besteht meistens aus drei Teilen: 1. Das Anschreiben. Das ist ein Brief, den der mögliche Arbeitgeber zuerst liest. Dieser Brief ist sehr wichtig. Er ist dieДEingangstür zu Ihrer Bewerbung. Sie möchten, dass man Sie zu einem Gespräch einlädt. In diesem Brief können Sie zeigen, dass ein Gespräch mit Ihnen lohnt. Im Anschreiben müssen Sie zeigen, warum Sie die richtige Person für die Stelle sind. 2. Der Lebenslauf. Im Lebenslauf führen Sie alle Stationen Ihres Lebens auf, die für die Bewerbung relevant sind. Oft möchte der ArbeitgeberИein Foto. 3. Die Zeugnisse. Diese Dokumente zeigen, was Sie in Ihrem Leben gelernt haben und wie man Ihre Arbeit bewertet hat (Schulzeugnis, Ausbildungszeugnisse, Arbeitszeugnis…..) Ziel der schriftlichen Bewerbung ist die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Das Bewerbungsgespräch ist sehr wichtig, weil der potentielle Arbeitgeber sich ein erstes Bild von dem Bewerber macht.
Der Arbeitsvertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Der Arbeitsvertrag für Arbeiter und Angestellte enthält Vereinbarungen über: 1. Beginn des Arbeitsverhältnisses 2. Probezeit 3. Tätigkeit, Vergütung 4. Arbeitszeit 5. Erholungsurlaub 6. Krankheit 7. Kündigung
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das kann ich auch:
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Ich spreche gern.
Ich bin sportlich
Ich lese gern Bücher , Zeitungen . |
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Das ist für mich im Arbeitsleben wichtig: |
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5. Schreiben Sie hier Ihre Zusammenfassung: |
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Lebenslauf |
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6. Lesen Sie das Anschreiben (Muster): |
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Sehr geehrter Herr Drechsler, mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige in der Nürnberger Zeitung vom 5. Juni gelesen. Ich bin 35 Jahre alt und arbeite seit 5 Jahren als Gärtner in einem kleinen Team. Ich komme aus Serbien, lebe aber seit 6 Jahren in Deutschland. In Serbien habe ich mehrere Jahre in einer Gärtnerei gearbeitet. Meine Deutschkenntnisse habe ich durch Kurse erworben. Ich habe den Führerschein Klasse B. Über ein persönliches Gespräch würde ich mich sehr freuen.
Ivo Batic Um welche Stelle bewirbt sich der Autor?На какую должность претендует автор? Bringen Sie die Beweise aus dem Brief bei.
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7. In welcher Spalte werden Sie Stellenanzeige suchen?
Soziale Berufe – Handwerk – Gastronomie – Dienstleistung – Verkauf – Transport.
С8. Schreiben Sie einen Brief dem potentiellen Arbeitsgeber. Überzeugen
Sie ihn, dass Sie gerade die Person, die er braucht, sind.
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Text 2 |
Grenzenlose Stellensuche |
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Lesen Sie den Text und machen Sie danach die vorgeschlagenen |
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Aufgaben. |
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и Eures-BerufsberaterбАsorgen für die Europäisierung des Arbeitsmarktes.
Immer öfter möchten Ingenieure und Facharbeiter, Bibliothekare und Krankenschwestern für eine Zeit im europäischen Ausland arbeiten. Die Arbeitsämter und die European Employment Services (Eures) helfen bei der Stellensuche.
Christine Götte arbeitet am Tropeninstitut in Hamburg. Noch. Die 35 Jahre alte Medizinerin kann sich gut vorstellen, dass ihr Berufsweg noch einmal abzweigt und in Richtung Ausland führt. Es wäre nicht das erste Mal. Von 1995 bis 1997 arbeitete die Дjunge Frau schon einmal jenseits der deutschen Grenzen. „Ich habe in Deutschland keine Assistenzarztstelle gefunden, da bot sich Großbritannien an", erzählt sie. Zum einen mangele es dort an Ärzten, zum anderen habe die Ausbildung einen guten Ruf. Auf eigene Faust lässt sich ein solches Ziel aber nicht so leicht verwirklichen. Christine Götte wandte sich damals an einen EuresИ-Berater der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) in Frankfurt. Während die ZAV in aller Welt Arbeitsplätze vermittelt, kümmern sich die Berater der European Employment Services um europäische Arbeitnehmer. Per Telefon und Datenbank sind sie mit Kollegen in ganz Europa vernetzt. Und sie sind darauf vorbereitet, Berufstätige aller Altersstufen und Qualifikationen zu vermitteln. Für die Ärztin fand sich zuerst ein Job in Südwales. Zuletzt arbeitete sie am St. Mary's Hospital in Portsmouth in der Gynäkologie. Rückblickend überwiegen die positiven Erinnerungen.
Christine Götte gefiel gut, dass sie in dem 1000-Betten-Haus reichlich Erfahrungen am Operationstisch sammeln konnte und dass der Umgang mit
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