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122 ETHERNET

Netzwerkkommunikation

5.3.2 Kommunikationsprotokolle

Zu dem ETHERNET Standard sind in dem WAGO ETHERNET TCP/IP Feldbus-Controller folgende wichtige Kommunikationsprotokolle implementiert:

IP Version 4 (Raw-IP und IP-Multicast )

TCP

UDP und

ARP

Die folgende Darstellung zeigt den Aufbau der Datenstrukturen, die aus diesen Protokollen resultieren. Dabei wird deutlich, wie die Datenpakete der Kommunikationsprotokolle Ethernet, TCP und IP mit dem aufsetzenden Anwendungsprotokoll MODBUS für eine Übertragung ineinander verschachtelt werden. Welche Aufgaben und Adressierungsverfahren diese Protokolle dabei im Einzelnen haben, wird in den anschließenden Kapiteln beschrieben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. 5-8: Kommunikationsprotokolle

 

 

 

 

 

 

 

G012907d

WAGO-I/O-SYSTEM 750 ETHERNET TCP/IP

ETHERNET 123

Netzwerkkommunikation

5.3.2.1 ETHERNET

ETHERNET-Adresse (MAC-ID)

Jeder ETHERNET TCP/IP Feldbus-Controller von WAGO erhält bereits bei seiner Fabrikation eine einmalige und weltweit eindeutige physikalische ETHERNET Adresse, auch MAC-ID (Media Access Control Identity) genannt. Diese kann von dem Netzwerkbetriebssystem zur Adressierung auf Hardware-Ebene verwendet werden.

Die Adresse besitzt eine feste Länge von 6 Byte (48 Bit) und beinhaltet den Adresstyp, die Kennzeichnung für den Hersteller und die Seriennummer.

Beispiel für die MAC-ID eines WAGO ETHERNET TCP/IP FeldbusController (hexadezimal): 00H-30H-DEH-00H-00H-01H.

Die Adressierung verschiedener Netze ist mit ETHERNET nicht möglich. Soll ein ETHERNET-Netzwerk mit anderen Netzen verbunden werden, muss deshalb mit übergeordneten Protokollen gearbeitet werden.

Beachten

Wenn zwei oder mehr Datennetze miteinander verbunden werden sollen, müssen Router eingesetzt werden.

ETHERNET-Datenpaket

Die auf dem Übertragungsmedium ausgetauschten Telegramme werden „ETHERNET-Paket“ bzw. nur „Paket“ genannt. Die Übertragung erfolgt verbindungslos, d. h. der Sender erhält keine Rückmeldung von dem Empfänger. Die Nutzdaten werden in einen Rahmen von Adressinformationen gepackt. Der Aufbau eines solchen Paketes ist in der folgenden Abbildung dargestellt.

Präamble

ETHERNET-

ETHERNET-

Prüfsumme

Header

Nutzdatenbereich

 

 

 

 

 

 

8 Byte

14 Byte

46-1500 Byte

4 Byte

 

 

 

 

Abb. 5-9: ETHERNET

-Datenpaket

 

 

Die Präamble dient zur Synchronisation zwischen Sendeund Empfangsstation. Der ETHERNET-Header beinhaltet die MAC-Adressen des Senders und des Empfängers und ein Typfeld.

Das Typfeld dient zur Identifikation des nachfolgenden Protokolls mittels einer eindeutigen Kodierung (z. B. 0800hex = Internet Protokoll).

5.3.2.1.1 Buszugriffsverfahren CSMA/CD

Der Zugriff der Feldbusknoten auf den Bus geschieht beim ETHERNET

Standard über das sogenannte Konkurrenzverfahren CSMA/CD (Carrier

Sense Multiple Access/ Collision Detection).

Carrier Sense:

Der Sender horcht auf dem Bus.

Multiple Access:

Mehrere Sender können auf den Bus zugreifen.

Collision Detection:

Eine "Kollision" wird erkannt.

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124 ETHERNET

Netzwerkkommunikation

Dabei kann jede Station eine Nachricht senden, nachdem sie sich davon überzeugt hat, dass das Übertragungsmedium frei ist. Treten Kollisionen von Datenpaketen durch zeitgleiches Senden mehrerer Stationen auf, sorgt CSMA/CD dafür, dass solche erkannt und die Datenübertragung wiederholt wird.

Für eine sichere Datenübertragung unter Industriebedingungen reicht das jedoch nicht aus. Damit die Kommunikation und Datenübertragung über ETHERNET zuverlässig erfolgen kann, werden verschiedene Kommunikationsprotokolle benötigt.

5.3.2.2 IP-Protokoll

Das Internet Protokoll teilt Datentelegramme in Segmente und ist verantwortlich für deren Beförderung von einem Netzteilnehmer zu einem anderen. Die beteiligten Stationen können sich dabei in dem selben Netzwerk befinden oder in verschiedenen physikalischen Netzwerken, die aber mit Routern miteinander verbunden sind.

Die Router sind in der Lage, verschiedene Pfade (Netzwerkübertragungswege) durch einen Netzwerkverbund auszuwählen und somit Überlastungen und Störungen einzelner Netze zu umgehen.

Dabei kann es jedoch vorkommen, dass einzelne Strecken gewählt werden, die kürzer sind als andere. Daraufhin können sich Telegramme überholen und die Reihenfolge (Sequenz) der Datenpakete ist falsch.

Die Gewährleistung der korrekten Übertragung muss deshalb in höheren Schichten, z. B. durch TCP erfolgen.

IP-Adressen

Für die Kommunikation im Netz muss jeder Feldbusknoten über eine 32-Bit lange Internet-Adresse (IP-Adresse) verfügen.

Beachten

Internet-Adressen müssen im gesamten Netzwerkverbund einmalig sein.

Wie unten aufgezeigt gibt es verschiedene Adressklassen mit unterschiedlich langer Netzwerk-Identifikation (Net-ID) und Hostrechner-Identifikation (HostID). Die Net-ID definiert das Netzwerk, in dem sich der Teilnehmer befindet. Die Host-ID identifiziert einen bestimmten Teilnehmer innerhalb dieses Netzwerkes.

Zur Adressierung werden Netze in mehreren Netzwerkklassen unterschieden:

Class A: (Net-ID: Byte1, Host-ID: Byte2 - Byte4)

z. B:

101 .

16

.

232

.

22

01100101

00010000

 

11101000

 

 

00010110

 

 

 

 

 

 

 

0

Net-ID

 

 

Host-ID

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das höchste Bit bei Class A Netzen ist immer 0. D. h. das höchste Byte kann im Bereich von

0 0000000 bis 0 1111111 liegen.

Der Adressbereichs der Class A Netze liegt somit im ersten Byte immer zwischen 0 und 127.

WAGO-I/O-SYSTEM 750

ETHERNET TCP/IP

ETHERNET 125

Netzwerkkommunikation

Class B: (Net-ID: Byte1 - Byte2, Host-ID: Byte3 - Byte4)

z. B:

181 .

16

.

232

.

22

10110101

00010000

 

11101000

 

 

00010110

 

 

 

 

 

 

 

 

10

Net-ID

 

 

Host-ID

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die höchsten Bits bei Class B Netzen ist immer 10. D. h. das höchste Byte kann im Bereich von

10 000000 bis 10 111111 liegen.

Der Adressbereichs der Class B Netze liegt somit im ersten Byte immer zwischen 128 und 191.

Class C: (Net-ID: Byte1 - Byte3, Host-ID: Byte4)

z. B:

201 .

16

.

232

.

22

11000101

00010000

 

11101000

 

00010110

 

 

 

 

 

 

 

110

Net-ID

 

 

 

 

Host-ID

Die höchsten Bits bei Class C Netzen ist immer 110. D. h. das höchste Byte kann im Bereich von

110 00000 bis 110 11111 liegen.

Der Adressbereich der Class C Netze liegt somit im ersten Byte immer zwischen 192 und 223.

Weitere Netzwerkklassen (D, E) werden nur für Sonderaufgaben verwendet.

Weitere Informationen

Eine ausführliche Beschreibung dieser Grundlagen finden Sie im Internet unter http://www.WuT.de (W&T, Handbuch TCP/IP-ETHERNET für Einsteiger).

Eckdaten

 

 

 

 

Adressbereich des

Mögliche Anzahl von

 

Netzwerkteils

Netzen

Hosts pro Netz

Class A

1.XXX.XXX.XXX -

127

Ca. 16 Millionen

 

126.XXX.XXX.XXX

(27)

(224)

Class B

128.000.XXX.XXX -

Ca. 16 Tausend

Ca 65 Tausend

 

191.255.XXX.XXX

(214)

(216)

Class C

192.000.000.XXX -

Ca. 2 Millionen

254

 

223.255.255.XXX

(221)

(28)

Jedem WAGO ETHERNET TCP/IP Feldbus-Controller kann über das implementierte BootP Protokoll sehr leicht eine IP-Adresse zugeteilt werden. Als Empfehlung für ein kleines internes Netzwerk gilt hier NetzwerkAdressen aus dem Class C Bereich zu wählen.

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126 ETHERNET

Netzwerkkommunikation

Beachten

Dabei muss beachtet werden, dass niemals alle Bits in einem Byte gleich 0 oder gleich 1 gesetzt sind (Byte = 0 oder 255). Diese sind für spezielle Funktionen reserviert und dürfen nicht vergeben werden. Z. B. darf die Adresse 10.0.10.10 wegen der 0 im zweiten Byte nicht verwendet werden.

Soll ein Netzwerk direkt mit dem Internet verbunden werden, so können nur von einer zentralen Vergabestelle zugeteilte weltweit einmalige IP-Adressen verwendet werden. Die Vergabe in Deutschland erfolgt z. B. durch das DE NIC (Deutsches Netzwerk Informations Center) in Karlsruhe.

Beachten

Eine direkte Internetanbindung sollte nur durch einen autorisierten Netzwerkadministrator erfolgen und ist deshalb nicht in diesem Handbuch beschrieben.

Subnetzwerke

Um das Routing innerhalb von großen Netzwerken zu ermöglichen, wurde in der Spezifikation RFC 950 eine Konvention eingeführt. Dabei wird ein Teil der Internet-Adresse, die Host-ID, weiter unterteilt und zwar in eine Subnetzwerknummer und die eigentliche Stationsnummer des Knoten. Mit Hilfe der Netzwerknummer kann nun innerhalb des Teilnetzwerkes in interne Unternetzwerke verzweigt werden, von außen aber ist das gesamte Netzwerk als Einheit sichtbar. Größe und Lage der Subnetzwerk-ID sind nicht festgeschrieben, die Größe ist jedoch abhängig von der Anzahl der zu adressierenden Subnetze und die Anzahl der Hosts pro Subnetz.

1

 

8

16

24

32

1

0

Netz-ID

Subnetz-ID

Host-ID

 

Abb. 5-10: Klasse B-Adresse mit Feld für Subnetzwerk-ID

Subnetz-Maske

Für die Kodierung der Subnetze im Internet wurde die sogenannte SubnetzMaske eingeführt. Dabei handelt es sich um eine Bit-Maske, mit der spezielle Bits der IP-Adresse ausgeblendet, bzw. selektiert werden können. Die Maske definiert, welche Bits der Host-ID für die Subnetz-Kodierung verwendet werden und welche die ID des Hosts bezeichnen. Der gesamte IPAdressbereich liegt theoretisch zwischen 0.0.0.0 und 255.255.255.255. Für die Subnetz-Maske sind jeweils die 0 und die 255 aus dem IP-Adressbereich reserviert.

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