Deckschichten aus Asbest, Leichtmetall u. a. beplankt ist und außenseitig nicht in Erscheinung tritt.
−Die Vollsprossenkonstruktion besteht aus einzelnen vertikalen und horizontalen Konstruktionsgliedem aus Stahl oder Leichtmetall (Sprossen), die am Haupttragwerk befestigt werden und zur Aufnahme der Ausfachungselemente dienen.
Übungen zum Text:
I.Beantworten Sie folgende Fragen:
1.Was verstehen Sie unter dem Begriff die Außenwand?
2.Welche Aufgaben haben die Außenwände?
3.Nach welchen Gesichtspunkten erfolgt die Gliederung der Außenwände?
4.Welche Wände unterscheiden sich nach der statischen Beanspruchung?
5.Wie unterscheiden sich die Wände nach der Eigenmasse?
6.Welche Gliederung der Wände gibt es nach Bauweise und Baustoff?
7.Welche Wände unterscheiden sich nach Konstruktionarten?И
II.Bestimmen Sie die Arten der Satzgefiige, und übersetzen Sie die Sätze.
1.Wände, die keine Belastung anderer GebäudekonstruktionД tragen, werden als tragende Wände bezeichnet.
2.Das Wohnhaus, an dessen Errichtung unsere Studenten teilgenommen haben, ist schon bezugsfertig. А
3.Der Wohnungsbau wird dort erweitert, wo es auf Grund der Entwicklung der Produktivkräfte erforderlichбist.
4.Das Wohnungsbauprogramm ist so weiterzuführen, dass bis 2010 die Wohnungsfrage gelöstиwird.
5.Die Wohnungsfrage kann schneller gelöst werden, wenn modeme Baumethoden angewendet werden.
III.Ergänzen Sie die SätzeСmit den Wörtern und Wortverbindungen , die in Klammern stehen.
1.... tragen die Belastung anderer Gebäudeteile.
2.Tragende Wände können als Teil der Gebäudekonstruktion ... tragen.
3.Wände, die nicht Teil der Tragkonstruktion und nur durch ihre Eigenmasse belastet sind heißen ....
4.Innenund Außenwände werden sowohl... als auch ... unterschieden.
5.Nichttragende Wände können ... und ... sein.
( ortsfest, umsetzbar; tragende Wände, nichttragende Wände; Decken-, Dachund Konstruktionen; nach der Form, nach den verwendeten Materialien)
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§21 |
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Merken Sie sich folgende Vokabeln. |
der Unterhaltungsaufwand |
расходы по текущему ремонту, |
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эксплутационные расходы на |
lotrecht |
обслуживание |
вертикальный, отвесный |
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Anforderungen an die Gebäude |
Als Gebäude werden Industrieund Wohnungsbauten, gesellschaftlicheund |
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landwirtschaftliche |
Bauten verstanden, die der Produktion, dem Aufenthalt von |
Menschen und der Lagerung dienen.
Von dem Nutzer wird gefordert, dass diese Gebäude zweckmäßig die vorgesehene Nutzung (Funktion) ermöglichen, einen geringen Unterhaltungsund Wartungsaufwand benötigen, niedrige Betriebskosten fur Heizung, Beleuchtung usw. aufweisen und eine hohe architektonische Qualität besitzen.
Diese Nutzungseigenschaften sind durch Lösungen zu erreichen, die ein Minimum
an Investitionen bei einer kurzen Bauzeit erfordern. |
И |
Abmessungen und |
Die Funktionsanforderungen des Nutzers an das Gebäude sind |
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Belastungen und bauphysikalische Forderungen.
Die Abmessungen sind Gebäudelänge mit Angabe des Abstandes von Wänden
oder Stützen, Gebäudebreite mit Angabe von Spannweiten oder Anzahl der Hallenschiffe und Gebäudehöhe mit Angabe der Geschoßhöhen und der Anzahl der Geschosse.
Die Abmessungen der Gebäude ergebenАsichДaus der Anordnung der erforderlichen Räume und ihrer Raummaße. Diese auch fur die Konstruktion wichtigen Maße werden als Systemmaße bezeichnet.бZur Ordnung der Vielzahl möglicher Systemmaße wurden in der „Maßordnung im Bauwesen" ausgewählte Maße für die anzuwendenden Systemmaßeиim Grundriss und im Aufriss vorgegeben. Die dort festgelegten Systemmaße bezeichnen sich auf die Haupttragkonstruktion des Rohbaus und gelten sowohl für Wohnund Gesellschaftbauten wie für Bauten der Industrie, des VerkehrswesensСund der Landwirtschaft.
Die Belastungen sind lotrechte Verkehrslasten auf den Decken als ruhende Lasten oder von Transportfahrzeugen, Krananlagen oder Maschinen herrührende dynamische Lasten.
Das Gebäude und auch Teile des Gebäudes werden belastet durch ständig wirkende Lasten, die aus der Eigenlast der Bauteile herrühren, langfristige Verkehrslasten, die aus der Last stationärer Ausrüstungen, wie z. B. Werkzeugmaschinen, Apparate, Behälter, oder der Last aus Lagergut in Kühlhäusern, Speichern entstehen und kurzfristige Verkehrslasten, wie die Lasten beweglicher Hebeund Transportausrüstungen, z. B. Krane, Elektrokarren und Lasten, die durch Menschen, Tiere oder Möbel hervorgerufen werden, sowie Schneelasten, Windlasten, aber auch Montagelasten, die beim Aufund Umbau der Gebäude auftreten können.
Zu den bauphysikalischen Forderungen gehören Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Heizungsart oder Große der Fensterflächen und Forderungen für Beleuchtung oder Schallschutz, etwa gegen Weiterleitung bzw. Abschirmung des Schalls; Schutz vor Feuchtigkeit; Brandschutz; besondere Maßnahmen z. B. gegen Strahlengefährdung, Explosionsgefahr, Säureschutz.
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Die Nutzer erwarten, dass das Gebäude und damit auch die Bauelemente folgenden Forderungen entsprechen:
Einhaltung einer bestimmten Raumtemperatur. Während bei einigen Räumen keine Forderungen nach Temperierung vorhanden sind, wird in anderen Räumen die Einhaltung der Raumtemperatur mit sehr geringen Temperaturunterschieden gefordert;
Einhaltung einer bestimmten relativen Luftfeuchtigkeit;
Möglichkeit der Beheizung durch Ofenheizung, Elektroheizung, Gasheizung und so weiter;
Gute Lichtverhältnisse in den Räumen. Für die Durchführung spezieller Tätigkeiten im Gebäude wird eine Beleuchtungsstärke gefordert, die von den Tätigkeitsmerkmalen abhängt. Neben einer allgemeinen Raumbeleuchtung wird eine besondere meist höhere Arbeitsbeleuchtung gefordert;
Größe der Fensterflächen. Bei der Forderung nach natürlicher Beleuchtung ergibt
sich die notwendige Größe der Fensterflächen. Bei bestimmten Produktionsprozessen wird zusätzlich gefordert, dass die Fensterflächen nach Norden liegen sollen, um eine Gleichmäßigkeit der natürlichen Beleuchtung zu erreichen. Wenn die natürliche Beleuchtung nicht ausreicht, so sind entsprechende Lichtquellen anzuordnen;
zweitens, vom Raum soll kein Lärm nach außen dringen;И
Schallschutz. Je nach der Nutzung des Gebäudes können drei Arten der
Schalldämmung gefordert werden:
erstens, im Raum soil kein Lärm von außen sein und dieser soil nur abgeschwächt
zu hören sein;
drittens, im Raum soll der entstehende Lärm möglichst geschluckt werden. Um diese Forderungen erfüllen zu können, müssen die Wände, Decken und Dach
entsprechend konstruiert werden. |
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Д |
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Feuchtigkeitschutz. Dazu gehören konstruktive und technisch materiellen |
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Maßnahmen, die ein Eindringen von Feuchtigkeit im flüssigem oder dampfförmigem |
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Aggregatzustand in Bauwerke und bauwerksteileАverhindern oder abschwächen. |
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Feuchtigkeit kann auf Bauwerke einwirken in Form von Niederschlagswasser, |
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Druckwasser, Sickerwasser, Erdfeuchte, Spritzwasser, Kondenswasser, Wasserdampf; |
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б |
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Brandschutz. Es werden für die einzelnen Bauelementgruppen unterschiedliche |
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Werte des Feuerwiderstandes gefordert. |
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и |
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I. Beantworten Sie folgende Fragen: |
Übungen zum Text: |
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1. |
С |
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Welche Anforderungen werden von den Nutzem an das Gebäude gestellt? |
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2. |
Wodurch sind die Nutzungseigenschaften zu erreichen? |
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3. |
Welche Funktionsforderungen stellen dieNutzer an das Gebäude? |
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4. |
Wodurch werden die Teile des Gebäudes und das Gebäude belastet? |
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5. |
Zählen Sie die bauphysikalischen Forderungen an das Gebäude auf. |
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II. Bestimmen Sie die Teile der Zusammensetzungen und übersetzen Sie die Substantive.
Die Gebäudelänge, die Gebäudebreite, der Wartungsaufwand, die Funktionsanforderung,die Beleuchtungsstärke,die Erdfeuchte, das Niederschlagswasser, das Feuerwiderstand, der Produktionsprozess, die Krananlage, die Heizungsart, die Explosionsgefahr, die Arbeitsbeleuchtung, der Wasserdampf, die Fensterfläche, der Schallschutz, die Geschoßhöhe, die Betriebskosten, die Bauzeit.
III. Finden Sie die Satzreihen und die Satzgefüge, bestimmen Sie die Art des Satzgefüges, und übersetzen Sie diese Sätze.
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1. Dieses moderne Haus ist vielstöckig, darum ist ein Aufzug hier angeordnet. 2. Mit der Einführung der Raumzellenbauweise werden die Baukosten gesenkt und die Ausrüstungskräfte werden eingespart. 3. Kommt man nach unserer Stadt, so kann man viele Neubauten schon von weitem sehen. 4. Der Wohnungsbau unterliegt einer Reihe von Anforderungen, deren Erftüllung für den ökonomischen zweckmäßigen Aufbau der Stödte entscheidend ist. 5. Die Grundforderung an den Wohnungsbau besteht darin, dass alle Menschen bequem, gesund, preiswert, und schön wohnen sollen. 6. Die tragenden Konstruktionen müssen so lange dem Feuer widerstehen, bis sich alle Menschen aus der Gefahrenzone entfemt haben und die Feuerwehr den Brand eingedämmt hat, ohne dass Zusammensturz der Konstruktion bei Löscharbeiten befürchtet werden muss. 7. Die Außenwand ist vielfach durch die Fensteröffnungen in ihrer tragenden Fläche vermindert, wodurch die Belastbarkeit der tragenden Wände begrenzt ist. 8. In den Räumen, wo spezielle Tätigkeiten durchgeführt werden, wird eine Beleuchtungsstärke gefordert, die von den Tätigkeitsmerkmalen abhängig ist. 9. Wenn die natürliche Beleuchtung nicht ausreicht, so sind entsprechende Lichtquellen anzuordnen. 10. Alle Teile des Gebäudes sollen entsprechend konstruiert werden, um
diese Forderungen erfüllen zu können. |
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И |
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IV. Mit welchen Adjektiven können diese Substantive gebraucht werden? |
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Д |
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die Forderung |
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tragend |
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die Funktion |
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natürlich |
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А |
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die Bauten |
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relativ |
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б |
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die Verkehrslasten |
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beweglich |
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die Lasten |
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stationär |
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и |
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die Ausrüstungen |
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kurzfristig |
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С |
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§1
1970 gab die Firma BMW (Bayerische Motorenwerke) in München den Bau eines Verwaltungsgebäudes in der Nähe des Olympiastadions in Auftrag. Es sollte die Arbeitsplätze von etwa 2000 Personen aufnehmen und so rationell und vor allem so schnell wie möglich errichtet werden. Die Bauzeit durfte 26 Monate nicht überschreiten, das waren fünf bis sechs Monate weniger als die Bauzeit vergleichbarer Objekte. Die Architekten entschlossen sich zu einem ungewöhnlichen, neuartigen Bauverfahren. Die Methode ist heute unter dem Namen ,,Takthubverfahren“ bekannt. Dabei werden die einzelnen Geschossdecken oder sogar ganze Geschosse eines Hochhauses am Boden fertiggestellt und dann nacheinander ,,im Takt“ der Fertigstellung in die Höhe gezogen, bis sie in ihrer endgültigen Lage Sind. Die Bauabschnitte waren folgende:
1.Zuerst legte man wie bei jedem Bau das Fundament (F). Über dem Fundament wurden die Kellergeschosse (Ke) und die Kellerdecke errichtet.
2.Die Kellerdecke bildete die Plattform für die Errichtung desИturmförmigen Gebäudekerns (G) aus Stahlbeton, der die Treppen, Aufzüge, Wasserleitungen usw. aufnahm.
3.Am Kopf (Ко) des Gebäudekerns wurde nun das Trägerkreuz (Tr) angebracht, dessen vier ,,Arme“ (A) seitlich über die Turmwände hinausragten.ДDann baute man auf den ,,Armen“ die Hubvorrichtung (Hv) ein und montierte die Hubstäbe (Hs). Diese bildeten vier Bündel von je 106 Einzelstaben. Jeder hatte einen Durchmesser von 32 mm.
4.Inzwischen begann man auf der KellerdeckeАbereits mit dem Bau des „Technikgeschosses“ (Те) und der sieben darüber liegenden Bürogeschosse (B). Alle Geschosse wurden an den Hubstaben befestigt. б
5.Nun wurde der gesamte Block von acht Geschossen um die Höhe eines Stockwerks nach oben gezogen. Dazu verwendeteиman 36 hydraulische Hubpressen, von denen jeweils neun auf den einzelnen Armen des Trägerkreuzes standen.
6.Jetzt war der Raum über der Kellerdecke wieder frei, und man konnte dort ein weiteres Geschoss fertigstellen.СSobald diese Arbeit abgeschlossen war, wurde der ganze Block von neun Stockwerken wieder um die Höhe eines Geschosses hochgezogen.
7.Dieser Vorgang wiederholte sich neunmal. Schließlich war auch das unterste und letzte Stockwerk fertig. Der Block bestand jetzt aus 19 Stockwerken und hatte ein Gewicht von 12000 Tonnen.
8.Mit einem letzten Hub von 14 m wurden alle Geschosse gemeinsam in ihre endgültige Lage gebracht.
Dieses Takthubverfahren erwies sich als sehr es rationell. Alle Geschosse einschließlich ihrer Aluminiumfassaden mit den Fenstern konnten auf der Kellerdecke fertiggestellt werden; man brauchte keine hohen und teuren Gerüste für die oberen Stockwerke und ersparte den zeitraubenden Transport des Baumaterials und der Bauteile in große Höhen. Noch während man die Geschosse Schritt für Schritt in die Höhe zog, konnten die Handwerker, geschützt vor Regen und Kälte, den Innenausbau durchführen. Rechtzeitig zu den Olympischen Spielen in München im August 1972 war das „Hängehaus“ beim Olympiastadion fertig.
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