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1.Welche Arten der Gewaltkriminalität begehen die männlichen

Jugendlichen am häufigsten?

2.Welche Besonderheiten bei der Gewaltanwendung können heute registriert werden?

3.Wodurch wird die heutige Lebenssituation der Jugendlichen gekennzeichnet?

4.Wo liegen die Wurzeln der Gewaltbereitschaft?

5.Welche Personen werden zu Opfern der Gewaltkriminalität der Jugendlichen?

6.Wie verhalten Sie sich zur Mitnahme von Waffen, wenn es sich um Jugendliche geht?

Text 6

Graffiti

In Deutschland gibt es heute eine Graffiti-Szene. Illegale Graffiti, die ohne Einwilligung der Eigentümer angebracht werden, haben sich in der gesamten Bundesrepublik Deutschland vorwiegend in Großstädten zu einem Problem entwickelt, bei dem Schäden in Millionenhöhe entstehen und das viele Bürgerinnen und Bürger verärgert. Als Graffiti werden Wandbilder, Schriftzüge oder Namenskürzel auf den Wänden privater und öffentlicher Gebäude bezeichnet, die meist mit Farbsprühdosen gesprüht, mit Faserschreibern gemalt oder mit

Werkzeugen gekratzt werden. Dabei kann es sich sowohl um kunstvolle

Wandmalereien als auch um Namenskürzel und einfache Farbschmierereien handeln. Bevorzugte Objekte sind Häuserwände, Werbeträger, öffentliche Verkehrsmittel, Tunnel und Brücken, also Orte, die von möglichst vielen Menschen gesehen werden.

Wird Graffiti ohne Einwilligung der Eigentümer von öffentlichem oder privatem Eigentum angebracht, handelt es sich in der Regel um

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Sachbeschädigung, die strafund zivilrechtlich verfolgt wird. Ob tatsächlich eine Straftat vorliegt, hängt aber davon ab, ob durch das Sprühen, Kratzen u.a. oder durch die Reinigung des Objektes eine

Substanzverletzung eingetreten ist. Auf den oder die Täter können hohe Schadenersatzforderungen zukommen. Im Zusammenhang mit Graffiti werden nicht selten Begleitstraftaten wie Hausfriedensbruch oder Diebstahl (z.B. von Spraydosen) begangen.

Illegale Graffiti sind wie andere Formen der Kinderund Jugenddelinquenz zumeist ein entwicklungsbedingtes Phänomen. Die Ursachen sind ebenfalls entwicklungstypisch: Die Spräyer wollen ebenfalls Aufmerksamkeit und Anerkennung, Ruhm und Ehre vor allem innerhalb ihrer Szene bekommen. Für einen Teil der Szene kommen Abenteuerlust, der Reiz des Verbotenen und der so genannte „Kick“* hinzu. Weitere Motive sind Protest, das Austesten von Grenzen, manche erliegen dem Druck der Cliquie.

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* „Kick“ - (молодёжный сленг) «выпендрёж»

Aufgabe. Beantworten Sie folgende Fragen zum Imhalt des Textes.

1.Was versteht man unter illegalen Graffiti?

2.Welche Probleme entstehen bei der weiteren Verbreitung von Graffiti?

3.Wo wird Graffiti verbreitet?

4.Was gehört zu den bevorzugten Graffiti-Objekten?

5.In welchen Fällen handelt es sich um Sachbeschädigung?

6.Wie wird Graffiti bestraft?

7.Was gehört zu Ursachen der Entstehung der Graffiti?

Text 7

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Die Drogenszene

Ein Thema, das Eltern, Erzieher, Politiker, Sozialarbeiter und

Polizisten besonders beschäftigt, ist das Problem des Drogenmissbrauchs. Die registrierte Zahl der jungen Tatverdächtigen im Rauschgiftbereich hat sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht. 40 % aller ermittelten Tatverdächtigen im Bereich der Rauschgiftdelikte waren jünger als 21 Jahre. Manche Rauschgifte sind teuer, Rauschgiftabhängige können kaum ihren steigenden Bedarf dauerhaft mit eigenen Mitteln finanzieren. Sobald eigene Geldquellen aufgebracht sind, müssen neue erschlossen werden. Sie leihen sich Geld, verkaufen ihre Wertsachen oder bestehlen ihre Familien, Freunde oder Arbeitskollegen. Der oft folgende Bruch mit dem Elternhaus, dem Freundeskreis oder der Verlust des Arbeitsplatzes kann das Abgleiten in die Kriminalität beschleunigen.

Wenn Heroinabhängige pro Tag etwa fünfzig Euro oder mehr nur für Drogen benötigen, können sie diese Beträge meist nur durch

Diebstahl, Raub oder Prostitution aufbringen. Oft werden sie zur Finanzierung ihrer Sucht selbst Rauschgifthändler (Dealer), die

ständig neue Konsumenten suchen und so Jugendliche - auch ihre Freunde - gefährden.

Der neue Zeitgeist ist geprägt von Erfolg und Dynamik Hier kann nicht jeder ohne weiteres mithalten. Damit steigt die Gefahr, dass Jugendliche zunehmend aufputschende Substanzen (illegale Drogen wie Haschisch, Kokain, Heroin, LSD oder Ecstasy) konsumieren.

Drogenmissbrauch entsteht über ein multifaktorielles Bedingungsgefüge, bei dem auch die Persönlichkeit und das gesellschaftliche Umfeld des Jugendlichen eine wesentliche Rolle spielen. Daher erscheint es erfolgversprechend, Jugendlichen Lebensund Handlungskompetenzen zu vermitteln. Dies ist eine große Herausforderung an die Eltern. Außerdem ist hier die Zusammenarbeit

aller Personen und Institutionen, die am Erziehungs-

und

Eingliederungsprozess beteiligt sind, erforderlich.

 

Weitergehende Informationen zum Themenbereich Sucht und Drogen bieten die Einrichtungen der Gesundheitshilfe, Elternkreise oder die Polizei. In konkreten Gefährdungssituationen hilft die

Drogenberatungsstelle vertraulich weiter.

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Aufgabe. Beantworten Sie folgende Fragen zum Imhalt des Textes.

1.Warum ist das Problem des Drogengebrauchs besonders gefährlich?

2.In welchem Alter sind die meisten Tatverdächtigen im Bereich der Rauschgiftdelikte?

3.Wozu brauchen die Rauschgiftkonsumenten Geld?

4.Auf welche Weise gelangen sie zu Geld?

5.Welche aufputschende Substanzen sind zur Zeit am häufigsten verbreitet?

6.Welche Maßnahmen muss man treffen, um Drogenmissbrauch herabzusetzen?

7.Welche Behörden müssen am Kampf gegen Drogenmissbrauch zusammenarbeiten?

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Risikofaktoren

Nach heutigem Erkenntnisstand ist davon auszugehen, dass

Jugendkriminalität nicht eine oder einige wenige isolierbare Ursachen hat. Hier spielt eine Vielzahl unterschiedlicher, miteinander zusammenhängender, sich gegenseitig beeinflussender Faktoren eine Rolle. Oft führt erst ein Zusammentreffen von ungünstigen persönlichen, sozialen, materiellen und situativen Bedingungen zur Begehung von Straftaten. Zu berücksichtigen ist aber auch, dass sich die Gründe für eine gelegentliche Straffälligkeit in vielen Fällen von denjenigen unterscheiden, die bei wiederholt auffälligen Jugendlichen anzutreffen sind.

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Wissenschaftliche Begleitung jugendlichen Verhaltens über Jahre oder Jahrzehnte hinweg gibt es erst in Ansätzen. Nicht haltbar, so viel steht fest, ist jedenfalls die verbreitete Vorstellung, jugendliche

Straftäter stammen überwiegend aus der Unterschicht. Das Milieu allein ist niemals Ursache strafbarer Handlungen. Immerhin zeigt auch die

Erfahrung, dass selbst im ungünstigen sozialen Umfeld nur eine Minderheit der Jugendlichen auffällig wird. Jugendkriminalität gibt es in allen sozialen Schichten, in geordneten oder ungeordneten

Verhältnissen.

Auf viele Faktoren, die zur Jugendkriminalität beitragen, haben die Jugendlichen selbst einen Einfluss. Sie sind nicht verantwortlich für die Veränderung von Normen und Werten sowie den Verlust informeller sozialer Kontrolle in der Gesellschaft. Und schon gar nicht ist den Jugendlichen anzulasten, wenn sie in ein soziales Umfeld hineingeboren werden, in dem ungünstige Erziehungsund Sozialisationsbedingungen vorliegen.

Eine wichtige Aufgabe der Erziehung ist es, den jungen Menschen zu selbständigem Denken und eigenverantwortlichem sozialem Handeln zu befähigen. Dabei sollte Erziehung ein Höchstmaß an Freiheit, aber auch ein Mindestmaß an Nachdrücklichkeit beinhalten.

Die kriminologische Forschung über die Ursachen der Jugendkriminalität hat eine Fülle kriminalitätsfördernder Faktoren ausmachen können, eine abschließende Benennung ist aber nicht möglich. Berücksichtigung dieser Tatsache sollten die nachfolgenden Ausführungen gesehen werden.

Aufgabe. Beantworten Sie folgende Fragen zum Imhalt des Textes.

1.Wo liegen die Ursachen der Jugendkriminalität?

2.Ist nur das Milieu Ursache strafbarer Handlungen?

3.Warum sind die Jugendlichen nicht immer für Jugendkriminalität verantwortlich?

4.Welche Rolle spielt das soziale Umfeld in der Entstehung des devianten Verhaltens der Jugendlichen?

5.Was ist die wichtigste Aufgabe bei der Erziehung der Jugendlichen?

6.Was soll bei der Erziehung der Kinder und Jugentlichen in erster Linie bevorzugt werden?

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